London Eye: Das größte Riesenrad Europas

London Eye: Das größte Riesenrad Europas

Innerhalb weniger Jahre hat sich das London Eye zu einer der Top Sehenswürdigkeiten in London entwickelt. Und das nicht ohne Grund: Das London Eye ist das höchste Riesenrad Europas und befindet sich mitten im Herzen Londons. Das heisst, man hat nicht nur das Erlebnis der Fahrt an sich, sondern auch einen beeindruckenden Blick auf London und viele seiner berühmtesten Sehenswürdigkeiten, darunter Big Ben und die Tower Bridge.

Die Geschichte des London Eye

Das London Eye wurde von den Architekten David Marks und Julia Barfield entworfen. Sie hatten die Idee für das Riesenrad im Rahmen eines Wettbewerbs zu den Feiern zum Millenium eingereicht. Zunächst wurde der Vorschlag abgelehnt, dann kam es aber doch zum Bau des Riesenrads.

Der Bau des London Eye begann 1998 und kostete insgesamt 75 Millionen Pfund. Die Einzelteile wurden außerhalb der Stadt produziert, nach London verschifft und dort zusammengebaut. Eine besondere Herausforderung war es, das Riesenrad aufzurichten. Dazu wurden die größten Schwimmkräne der Welt eingesetzt. Dennoch schlug der erste Versuch fehl. Erst einen Monat später gelang es das Riesenrad um 60 Grad und eine Woche später schließlich komplett aufzurichten.

Die offizielle Eröffnung des London Eye fand bereits am 31. Dezember 1999 statt. Wegen technischer Probleme musste die Öffentlichkeit jedoch bis zum 9. März 2000 auf die erste Fahrt warten. Ursprünglich sollte das London Eye nur für eine begrenzte Zeit von etwa fünf Jahren betrieben werden. Aufgrund des großen Erfolgs blieb es der Stadt jedoch dauerhaft erhalten.

Das London Eye verfügt über 32 bodentief verglaste und klimatisierte Gondeln, in denen jeweils 25-28 Personen Platz haben. Sie stehen repräsentativ für die 32 Stadtbezirke von London. Aufgrund ihrer Konstruktion sind die Gondeln um ihre horizontale Achse drehbar. Der Gondelboden bleibt dabei immer waagerecht.

Steckbrief: London Eye

Eröffnung: 31. Dezember 1999
Höhe: 135
Geschwindigkeit: 0,26 m/s
Anzahl Gondeln: 32
Dauer Fahrt: ca. 30 Minuten

Fahrt mit dem London Eye

Da sich das Riesenrad mit 0,26 m/s sehr langsam dreht, kann man bei laufender Fahrt ein- und aussteigen. Die Fahrt dauert circa 30 Minuten und wird höchstens mal kurz unterbrochen, wenn ein Rollstuhlfahrer zusteigt. Da sich die Gondeln außen am Riesenrad befinden, hat man eine 360-Grad-Rundumsicht. Entsprechend kannst du dir vom London Eye aus einen guten Überblick über das Stadtzentrum von London verschaffen und viele der bekanntesten Wahrzeichen aus der Luft bewundern.

In unmittelbarer Nähe befinden sich zum Beispiel der Big Ben und das House of Parliaments. Aber auch der Tower of London, die Tower Bridge und The Shard sind gut zu sehen. Weitere Highlights sind die Skylines der City of London und des Bankenviertels Canary Wharf. Bei schönem Wetter kann man sogar bis zum 40 Kilometer entfernten Schloss Windsor sehen.

Tickets:
Wer spontan ein Ticket für das London Eye kaufen möchte, kann mitunter Pech haben. Die Tickets sind sehr begehrt und daher oft schon mehrere Tage im Voraus ausverkauft. Am besten kaufst du die Tickets daher schon vor deiner Reise. So kannst du auch von einem Frühbucherrabatt profitieren. Gerade in der Hochsaison empfiehlt es sich zudem, die Fast-Track-Tickets zu kaufen, um lange Warteschlangen zu vermeiden.

Die Ticketpreise* beginnen bei £32.50 nicht günstig. Allerdings macht man so eine Fahrt mit dem London Eye ja auch nur einmal und es ist ein besonderes Erlebnis.

Standard-Ticket: ab £32.50
Fast-Track-Ticket: ab £47.50

Öffnungszeiten:
Täglich 11-18 Uhr

Anreise

Das London Eye liegt an der South Bank der Themse, direkt gegenüber des Houses of Parliament. Das Ticket Office befindet sich innerhalb der County Hall, das ist das Gebäude direkt neben dem London Eye.

U-Bahn: Das London Eye befindet sich in der Nähe der U-Bahn-Stationen Waterloo, Embankment, Charing Cross und Westminster.

Waterloo ist dabei am nächsten. Zu Fuss braucht man von hier etwa 5 Minuten. Folge dem Ausgang Richtung South Bank.

Embankment und Charing Cross liegen nahe beieinander. Von diesen beiden Stationen braucht man etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuss und muss die Hungerford Bridge überqueren.

Die Haltestelle Westminster liegt in der Nähe des Big Ben und des Houses of Parliament. Nimm den Ausgang Richtung Westminster Pier.

Zug: Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Waterloo und Charing Cross. Waterloo liegt am nächsten. Folge den Schildern Richtung South Bank.

Bus: Die Linien 211, 77 und 381 halten am London Eye. Zudem liegt das London Eye auf der Route der Sightseeing-Busse*.

Auto: Als Besucher des London Eye erhält man einen 15% Discount für das Q-Park Westminster Parkhaus, das sich in der Nähe befindet. Klicke auf den Link und gebe bei der Buchung des Parktickets den Promotion-Code LONDONEYE ein.

Boot: Am London Eye befindet sich eine Bootshaltestelle. Hier halten Boote, die vom O2, der London Bridge, Canary Wharf, Greenwich, Bankside, Embamkment, Blackfriars, Tower, Hilton Docklands, Masthouse Terrace, St. Katherine’s oder Westminster Piers kommen.

Weitere Informationen erhältst du auf der Seite zu den River Cruises.

Adresse:
The London Eye
Riverside Building
County Hall
Westminster Bridge Road
London
SE1 7PB
www.londoneye.com

Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen. Hinterlasse doch einen Kommentar mit deinen Eindrücken von der Fahrt mit dem London Eye. 

Cornwall: Mittelmeer-Feeling trifft englischen Charme

Cornwall: Mittelmeer-Feeling trifft englischen Charme

Als ich das erste Mal in Südengland Urlaub machte, war ich total überrascht, denn mit den traumhaft schönen Stränden, den angenehm warmen Temperaturen und den vielen Palmen hatte ich nicht gerechnet. Bis dahin kannte ich England nur als verregnete Insel aus dem Fernsehen. Diesen Teil Englands gibt es auch, insbesondere im Norden. Doch der Süden Englands zeigt ein ganz anderes Bild.

Vor allem die Grafschaft Cornwall ist sehenswert. Hier findest du pittoreske Dörfer, kleine Häfen mit bunten Fischerbooten, ehrwürdige Landsitze und einige der schönsten Strände Europas. Cornwall verbindet wie kaum eine andere Grafschaft, Mittelmeer-Feeling mit englischem Charme. Es ist schon fast etwas surreal.

Durch die Verfilmungen der Rosamunde-Pilcher-Bücher ist Cornwall auch im deutschsprachigen Raum einer breiten Masse bekannt geworden. Die ZDF-Fernsehfilme führten zu einem wahren Touristenboom in Cornwall seit den 1990er Jahren. Immerhin ist Cornwall neben Schottland Schauplatz der meisten Geschichten.

Cornwall Steckbrief

Cornwall ist eine traditionelle und zeremonielle Grafschaft. Sie liegt im Südwesten Englands auf der Halbinsel South West Peninsula. Im Osten grenzt sie an die Grafschaft Devon an, zu welcher der restliche Teil der Halbinsel gehört. In Cornwall befinden sich gleich zwei wichtige Punkte Englands: Land’s End ist der westlichste Punkt und Lizard Point der südlichste. Durch den Atlantischen Ozean, den Ärmelkanal und die Keltische See ist Cornwall gleich auf drei Seiten von Wasser umgeben.

In Cornwall leben 568.210 Menschen (Stand 2018) auf einer Fläche von 3.546 km². Der Verwaltungssitz Cornwalls befindet sich in Truro, der einzigen Stadt der Grafschaft und südlichsten Stadt Englands.

Die Küstenlandschaft ist geprägt von rauen Felsen, malerischen Buchten und endlosen weißen Stränden. Im Landesinneren dominieren grüne Hügel und Wiesen. Das Klima ist maritim gemäßigt mit viel Niederschlag. Zudem sind die Winter aufgrund des Nordatlantikstroms sehr mild. Aufgrund dieser klimatischen Besonderheit wachsen hier viele subtropische Pflanzen, die man in den zahlreichen Gärten Cornwalls bewundern kann.

Sehenswürdigkeiten in Cornwall

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Cornwall zählen einige Ortschaften wie z.B. St. Ives und Falmouth, Schlösser, Gärten und natürlich die außergewöhnlichen Strände. Einige zählen zu den schönsten in ganz Europa. Im Folgenden findest du eine Übersicht der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es gibt jedoch noch viel mehr zu sehen.

Die schönsten Strände:
1. Fistral Beach

An der Nordküste liegt einer der bekanntesten Strände Cornwalls, Fistral Beach. Hier findest du die idealen Wellen zum Surfen! Aber nicht nur Surfer lieben Fistral Beach. Auch junge Leute aus Newquay kommen an den Strand und natürlich schätzen auch viele Touristen den Strand und seine vielen Annehmlichkeiten, darunter Restaurants, Cafés und auch ein paar Shops. Wenn du es eher ruhiger magst, kannst du dich an das andere Ende des Strandes zurückziehen.

2. Porthminster Beach

Porthminster Beach wird regelmäßig zu einem der schönsten Strände Europas gewählt. Und das nicht ohne Grund: wunderschöner weißer Sand, kristallklares Wasser und im Hintergrund der malerische Küstenort St. Ives machen den Strand zu einem echten Highlight. St. Ives zieht im Sommer Touristen wie magisch an. Daher sollte man früh da sein, um einen Parkplatz zu ergattern.

Fistral Beach und Porthminster Beach sind nur zwei der schönsten Strände Cornwalls. Hier findest du eine Übersicht der 15 schönsten Strände in Cornwall.

Einer der schönsten Strände in Cornwall: Porthminster Beach
Die schönsten Orte:
3. St. Ives

Der Küstenort St. Ives ist bekannt für seine Künstlerszene und die traumhaftschönen Strände, darunter Porthmeor Beach. Urlauber können hier nicht nur diversen Wassersportarten wie Surfen, Schnorcheln und Kajakfahren nachgehen, sondern auch das sauberste Badewasser Westeuropas genießen. Im Ort St. Ives findest du zudem zahlreiche Cafés, Pubs und Restaurants mit Fischspezialitäten. Und in der Galerie Tate St. Ives, einer Filiale der Londoner Tate Gallery, kannst du moderne Kunstausstellungen mit Werken britischer Künstler bewundern.

4. Falmouth

Die kleine Hafenstadt Falmouth an der Südküste Cornwalls ist vor allem für ihren Hafen berühmt, der zusammen mit den Carrick Roads den drittgrößten Naturhafen der Welt bildet. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Falmouth gehören das preisgekrönte National Maritime Museum am Hafen, das Ausstellungsstücke der Seefahrergeschichte Cornwalls zeigt, sowie die Gyllyngdune Gärten. Die viktorianischen Gärten kann man das ganze Jahr über kostenlos besichtigen.

5. Fowey

Fowey ist ein superschönes Hafenstädtchen, mit quirligen Gässchen, schönen kleinen Läden und guten Restaurants. Der perfekte Ort für einen Tagesausflug. In Fowey und der näheren Umgebung gibt es jede Menge zu entdecken – von alten Kirchen über kleinen Museen bis hin zu einzigartiger Natur, die du auf verschiedenen Wanderwegen oder von der Fähre aus bewundern kannst. Zu den besten Sehenswürdigkeiten von Fowey gehören der Fluss Fowey Estuary, die Fowey Parish Church, Polkerris Beach und das Fowey Aquarium.

6. Newquay

Im 15. Jahrhundert war Newquay noch ein kleines Fischerdorf. Später entwickelte sich der Newquay durch die Sardinenindustrie und schließlich den Tourismus zu einem boomenden Küstenort. Insbesondere die spektakuläre Steilküste und die elf Sandstrände mit einer Länge von über 10 km machen den Ort zu einem beliebten Ziel für englische und ausländische Touristen. Aber auch der Ort selbst ist sehenswert. Insbesondere der kleine Hafen, von dem heute nur noch lokale Fischer und Ausflugsschiffe ablegen.

Bei den schönsten Orten fiel mir die Wahl wirklich schwer, denn es gibt in Cornwall noch so viele weitere sehenswerte Orte – etwa Penzance, Mousehole, Bude und Padstow.

Weitere spannende Sehenswürdigkeiten:
7. St. Michael’s Mount

Die Gezeiteninsel St. Michael’s Mount liegt an der Südwestspitze Cornwalls, nur 366 Meter von dem Ort Marazion entfernt. Sie ähnelt dem Mont Saint-Michel in Frankreich, ist allerdings weniger bekannt und daher auch nicht so von Touristen überlaufen. Auf der Insel befinden sich einige religiöse Anlagen und ein subtropischer Garten. Erreichen kann man die Insel entweder mit einer Fähre oder bei Niedrigwasser über einen schmalen Damm von Marazion aus.

8. Tintagle Castle

Nicht weit vom Ort Tintagle liegt an der Westküste Cornwalls die Ruine des Tintagle Castle. Sie befindet sich auf einer Halbinsel, die nur über eine schmale Landzunge mit dem Festland verbunden ist. Der Sage nach wurde hier der mythische König Artus gezeugt. Tatsächlich gab es im 6. Jahrhundert nach Christus einen bretonischen Heerführer, der sich den Angelsachsen in einer Schlacht entgegenstellt und diese besiegte. Der Rest der Sage ist jedoch reine Erfindung und stammt aus der Feder eines Mönchs aus dem 12. Jahrhundert.

9. Eden Project

Das Eden Project ist ein etwa 50 Hektar großer botanischer Garten in Cornwall, der zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in England zählt. Er befindet sich nordöstlich der Stadt St. Austell. Die Anlage umfasst zwei riesige Gewächshäuser, die aus jeweils vier Kuppeln bestehen. Sie sind aktuell die größten Gewächshäuser der Welt und simulieren verschiedene Vegetations- und Klimazonen: zum Beispiel «tropisch-feucht», «subtropisch-trocken» und «mediterran». Besucher können mehr als 5.000 Pflanzenarten bewundern, wobei besonderer Wert auf bedrohte Arten gelegt wird.

Eden Project Cornwall
10. Land’s End

Land’s End, in der Nähe von Penzance, ist eine Ortschaft und zugleich eine Landzunge, die den westlichsten Punkt Englands markiert. Den westlichsten Punkt Großbritanniens findest du 45 südlich von Land’s End auf den Scilly Inseln, die man bei klarem Wetter von der 60 Meter hohen Klippe aus sehen kann. Aufgrund der exponierten Lage befindet sich vor den Klippen ein Schiffsfriedhof. Land’s End befindet sich heute in Privatbesitz und beherbergt einen Themenpark mit Läden, einem Hotel und diversen Schiffswracks.

11. Minack Theatre

Das Minack Theatre ist ein Freilichttheater mit einer einzigartigen Aussicht auf die Küste Cornwalls, ganz in der Nähe des Ortes Porthcurno. Es ist direkt in einen Felsabhang an der See gebaut worden und führt verschiedene Theaterstücke wie z.B. Romeo und Julia auf. Ohne Theaterbesuch kostet der Eintritt £5. Aber es lohnt sich. Viele Besucher nutzen die einzigartige Kulisse auch für ein kleines Picknick. Da das Minack Theatre nicht weit von Land’s End entfernt liegt, kann man die beiden Sehenswürdigkeiten auch bei einem Tagesausflug miteinander verbinden.

Übernachtung in Cornwall

In Cornwall gibt es für jeden Geschmack die passende Unterkunft. In den Küstenorten findest du Hotels sowie zahleiche B&Bs. Und natürlich gibt es in Cornwall auch viele Ferienwohnungen und -häuser zu mieten. Ich persönlich würde zu einer Ferienwohnung raten. Da kannst du auch mal selbst kochen und hast jederzeit einen Kühlschrank. Mit etwas Glück findest du sogar eine Ferienwohnung mit Meerblick, so dass du dein Frühstück entspannt auf dem Balkon genießen und dabei auf das Meer schauen kannst.

Unterkünfte findest du auf den großen Hotel-Portalen wie booking.com* (hier gibt es auch B&Bs und Ferienwohnungen) oder auf den Seiten spezialisierter Anbieter für Ferienwohnungen. In Südengland bietet beispielsweise holidaycottages.co.uk* Ferienwohnungen an. Aber auch auf Airbnb findest du zahlreiche Ferienunterkünfte.

Booking.com

Anreise nach Cornwall

Cornwall liegt etwas abseits der großen Städte und Flughäfen. Davon sollte man sich jedoch nicht abhalten lassen. Im Sommer gibt es zudem von einigen deutschen Flughäfen Direktverbindungen.

Flugzeug: Bei den meisten Airlines muss man einen Zwischenstopp in London einlegen, um nach Newquay zu gelangen. Einige Airlines wie Eurowings (z.B. ab Düsseldorf) oder Flyedelweiss (ab Zürich) fliegen Newquay im Sommer aber auch direkt an.

Mit dem Zug: Wer mit der Bahn anreist, kann den Eurostar nach London nehmen und von dort dann weiter bis Cornwall fahren. Der Zug von London nach Penzance dauert beispielsweise um die 4,5 Stunden.

Mit dem Auto: Die Anreise mit dem Auto dauert am längsten und ist sicher auch das größte Abenteuer. Du kannst den Ärmelkanal mit dem Tunnel-Shuttle (von Calais nach Folkestone) oder verschiedenen Fährverbindungen (z.B. Calais – Dover, Dunkerque – Dover, Chersbourg – Portsmouth, usw.) überqueren. Von Dover sind es noch mal 5 bis 7 Stunden mit dem Auto. Von Portsmouth hingegen sind es ja nach Küstenort nur noch 1 bis 2 Stunden.

Natürlich kann man die einzelnen Verkehrsmittel auch miteinander verbinden. Etwa indem du das Flugzeug nach London nimmst und dann mit dem Zug oder Mietwagen weiterreist. Auch vor Ort in Cornwall empfiehlt sich ein Mietwagen, um die schönsten Strände, Orte und Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Am besten buchst du diesen schon von Deutschland aus, z.B. via mietwagen-check.de*. Hier findest du zudem einige Tipps rund um das Buchen von Mietwagen für Großbritannien.

Hast du auch schon Urlaub in Cornwall gemacht? Dann hinterlasse doch einen Kommentar mit deinen Eindrücken und Highlights.

Edinburgh Castle: Geschichte und Besichtigung

Edinburgh Castle: Geschichte und Besichtigung

Das Edinburgh Castle ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Schottland und gehört zum Pflichtprogramm eines Besuchs in Edinburgh. Es thront hoch oben auf dem erloschenen Vulkan Castle Rock und bestimmt die Skyline der Stadt. Für eine Besichtigung sollte man sich mindestens zwei Stunden Zeit nehmen, denn das Gelände des Edinburgh Castle ist sehr groß und es gibt viel zu sehen.

Geschichte des Edinburgh Castle

Erwähnt wurde die Burg zum ersten Mal im 14. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Tod von König Malcom III. In den kommenden Jahrhunderten kam es zu diversen Belagerungen. Während der schottischen Unabhängigkeitskriege wurde das Schloss sogar mehrfach von den Engländern erobert und dann von den Schotten zurückerobert. Infolgedessen wurde die Burg oft beschädigt und erneuert.

Mit der Herrschaft der Stuarts wurde das Schloss zu einer der wichtigsten Königsburgen Schottlands. Hier residierte auch Maria Stuart, ehe sie 1567 zur Abdankung gezwungen wurde. Seit 1996 befindet sich auch der Stone of Scone wieder im Schloss. Auf diesem sagenumwobenen Stein wurden die schottischen und englischen Könige gekrönt. 1296 wurde er auf Befehl Edward I. abtransportiert und befand sich seitdem in der Westminster Abbey.

Edinburgh Castle

Besichtigung des Edinburgh Castle

Wer Edinburgh besucht, sollte auch Zeit für die Besichtigung des Edinburgh Castle einplanen. Für die Highlights der Burg benötigt man circa zwei Stunden, man kann aber auch deutlich mehr Zeit auf dem Gelände verbringen. Neben dem Schloss selbst, gibt es noch einige weitere Museen zu besichtigen. Ein weiteres Highlight ist die Aussicht vom Castle Rock auf die Stadt Edinburgh.

Tipp: Von Montag bis Samstag wird um Punkt 13 Uhr die «One O’Clock Gun» abgefeuert. Das Zeitsignal hat seinen Ursprung in der Zeit der Seefahrer. Die Segelschiffe im Firth of Forth, dem Meeresarm an der Ostküste Schottlands, erhielten so eine exakte Zeitangabe, um ihre Chronometer zu justieren.

Öffnungszeiten
1. April bis 30. September: 9.30-18.00 Uhr (täglich)
1. Oktober bis 31. März: 9.30-17.00 Uhr (täglich)

Am 25. und 26. Dezember ist das Museum geschlossen.

Die Öffnungszeiten für die einzelnen Museen wie z.B. das National War Museum können von den Hauptöffnungszeiten abweichen.

Im August findet auf dem Platz vor dem Edinburgh Castle das Royal Edinburgh Military Tattoo statt, das größte Musikfestival in Schottland. Entsprechend schließt das Edinburgh Castle am 6, 13, 20 und 27. August bereits um 17 Uhr.

Tickets

  • Erwachsene: £18
  • Senioren (ab 65 Jahre): £14.50
  • Kinder (5 bis 15 Jahre): £11
  • Kinder (unter 5 Jahre): kostenlos
  • Familienticket 1 (1 Erwachsener + 2 Kinder): £35.50
  • Familienticket 2 (2 Erwachsene + 2 Kinder): £52.00
  • Familienticket 3 (2 Erwachsene + 3 Kinder): £61.50

Tipp: Es empfiehlt sich, die Tickets vorab online zu kaufen. Zum einen sind sie online günstiger und zum anderen geht man so sicher, am gewünschten Tag auch wirklich das Schloss besichtigen zu können.

Weitere Informationen zur Besichtigung und den Tickets: www.edinburghcastle.scot

Auf getyourguide.de kannst du zudem geführte Touren durch das Edinburgh Castle* buchen.

Anreise zum Edinburgh Castle

Im Gegensatz zu anderen schottischen Burgen, für deren Besichtigung man in der Regel ein Auto benötigt, ist die Anreise zum Edinburgh Castle denkbar einfach. Da sich die Burg mitten im Zentrum von Edinburgh befindet kann man sie ganz einfach mit dem öffentlichen Nahverkehr oder zu Fuss erreichen.

Zug: Der Hauptbahnhof „Waverley Train Station“ liegt nur 800 Meter vom Edinburgh Castle entfernt. Der Weg zum Schloss geht bergauf, so dass man gut 10 Minuten benötigt. Ebenfalls im Zentrum befindet sich die Haymarket Station. Dieser Weg ist mit 1,6km und circa 20 Minuten Fussweg jedoch deutlich länger.

Bus: Vom Flughafen erreicht man das Zentrum bequem mit dem Airlink 100 Express-Bus. Dieser hält an der Waverly Bridge, von der man das Schloss innerhalb von 10 Minuten zu Fuss erreicht.

Weitere Informationen: lothianbuses.com

Einige Hop-On-Hop-Off-Busse halten zudem direkt beim Schloss.

Weitere Informationen: edinburghtour.com

Tram: Die nächstgelegene Tram-Haltestelle ist «Princess Street», mitten im Stadtzentrum. Von hier fahren im 7-Minuten-Takt Trams zum Flughafen von Edinburgh.

Weitere Informationen: edinburghtrams.com

Auto: Die Anreise mit dem Auto ist nicht zu empfehlen, da es vor dem Schloss keine Parkplätze gibt.

Stirling Castle: einstige Residenz schottischer Könige

Stirling Castle: einstige Residenz schottischer Könige

Die Stadt Stirling war aufgrund ihrer zentralen Lage im Herzen von Schottland lange Zeit die Hauptstadt des Landes. Im Kampf um Schottland nahm sie zudem eine zentrale Rolle ein. Hoch oben über Stirling auf dem «Castle Hill» thront eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Schottland: Stirling Castle. Hier residierten einst die schottischen Könige. Königin Maria Stuart verbrachte sogar ihre Kindheit auf der Burg.

Schlachten um Stirling Castle

Auch wenn die Burg aufgrund ihrer dicken Mauern und der Lage hoch oben auf einem von Felsen umgebenen Berg uneinnehmbar scheint, wurde sie über die Jahrhunderte immer wieder stark umkämpft. Mindestens sechszehnmal wurde die Burg belagert oder angegriffen. Insbesondere im 13. und 14. Jahrhundert wechselte die Burg mehrfach den Besitzer. Entweder wurde sie von den Engländern eingenommen oder von den Schotten.

Die größten Schlachten fanden aber in der Nähe der Burg statt. Die berühmteste war die Schlacht von Bannockburn am 23. und 24. Juni 1314. Sie war eine der entscheidenden Schlachten der schottischen Unabhängigkeitskriege. Unter Führung von Robert (the) Bruce errang das schottische Heer im Sumpfland von Bannockburn einen entscheidenden Sieg gegen das erheblich größere Heer des englischen Königs Eduard II.

Eine weitere wichtige Schlacht war 1715 die Schlacht von Sheriffmuir als während des ersten Jakobitenaufstandes die Rebellenarmee von Bonnie Prince Charlie auf britische Regierungstruppen stieß. Zwar konnten die Jakobiten die Stadt erobern, der Artillerie der Burg hatten sie dann aber nichts entgegenzusetzen.

Residenz der schottischen Könige

Von 1100 bis 1685 was Stirling Castle die Hauptresidenz der schottischen Könige. Die meisten Gebäude stammen aus der Zeit zwischen 1496 und 1583, als das Schloss von den Königen Jakob IV, Jakob V, Jakob VI sowie Mary de Guise (Witwe von Jakob V) immer weiter ausgebaut wurde. Die Befestigungsanlagen folgten teilweise erst im 18. Jahrhundert.

Besondere Bedeutung erhielt Sterling Castle durch die Krönung von Königin Maria Stuart 1543 im Schloss. Damit wurde ihr Status als Hauptresidenz der schottischen Könige weiter zementiert. Erst nach der Eroberung von Sterling Castle durch die Truppen von Oliver Cromwell im Jahr 1650, in deren Folge die Burg stark beschädigt wurde, schwand deren Bedeutung. 1685 verlor sie schließlich ihren Status als königliche Residenz und wurde fortan als Militärstützpunkt genutzt.

Stirling Castle Gemächer

Besichtigung von Stirling Castle

Noch heute ist das Schloss eines der besterhaltenen Renaissance-Gebäude in Schottland, von dem aus man eine einzigartige Aussicht auf die umliegende Landschaft hat. Dies schätzen auch die über 600.000 Touristen, die jedes Jahr den Berg hoch zum Schloss erklimmen.

Ich persönlich war sehr beeindruckt von Sterling Castle und überrascht von der schieren Größe der Anlage. Für eine Besichtigung sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Ähnlich wie beim Edinburgh Castle gibt es hier zahlreiche Gebäude zu besichtigen. Diese sind liebevoll hergerichtet. Schauspieler in Kostümen geben zudem einen realistischen Einblick in das Leben auf der Burg. Im Gegensatz zum Edinburgh Castle ist es hier auch nicht ganz so überfüllt, so dass man in Ruhe über das weitläufige Gelände schlendern kann.

Öffnungszeiten:

April – September: 9.30 Uhr bis 18 Uhr (letzter Eintritt 17 Uhr)
Oktober – März: 9.30 Uhr bis 17 Uhr (letzter Eintritt 16 Uhr)

An folgenden Tagen ist die Burg geschlossen: 25. Dezember, 26. Dezember und 1. Januar.

Kinder unter 16 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.

Tickets:

Erwachsene (16-64 Jahre): £18.00
Senioren (über 64 Jahren): £14.50
Kinder (5-15 Jahre): £11.00
Familien (1 Erwachsener, 2 Kinder): £36.50
Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder): £52
Familien (2 Erwachsene, 3 Kinder): £61.50

Tipp: Es lohnt sich, die Tickets vorab online zu kaufen, da sie dann günstiger sind. Beispiel: Ein Ticket für Erwachsene kostet online nur £16.50.

Anreise

Die Stadt Stirling liegt zentral zwischen Glasgow, Edinburgh und den Highlands. Sie ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Nahverkehr einfach zu erreichen.

Zug oder Bus
Die Burg befindet sich inmitten der Stadt Stirling. Entsprechend ist sie auch gut mit dem Bus oder Zug (www.scotrail.co.uk) zu erreichen. Sowohl der Bahnhof Goosecroft Road als auch die Stirling Bus Station befinden sich im Zentrum der Stadt und somit in Gehdistanz zur Burg.

Auto
Von Edinburgh nimmt man die M9, die später als A9 weiter bis nach Perth führt. Danach nimmst du die Ausfahrt 10 und folgst den braunen Schildern Richtung Stirling Castle. Die Burg kannst du schon von weitem sehen.

Der Weg zu Fuß hoch zur Burg ist sehr steil. Entsprechend ist es einfacher, mit dem Auto hochzufahren und auf dem Besucherparkplatz zu parken. Das Parkticket kostet für Autos £4.00. Sollte der Parkplatz belegt sein, kannst du auch in der Innenstadt parken oder den Castleview Park & Ride nutzen und dort den Shuttle-Bus zum Schloss nehmen.

Adresse für Navi:
Stirling Castle
Castle Wynd
Stirling
FK8 1EJ

Hinweis: Wer mit dem Wohnmobil anreist, sollte sich einen Parkplatz unten in der Stadt Stirling suchen. Auf dem Parkplatz oben vor der Burg sind keine Wohnmobile oder Wohnwagen erlaubt. Leider habe ich das erst herausgefunden, als ich mich bereits durch die kleinen Gassen hoch bis zur Burg gekämpft hatte.

Wenn du schon mal in Sterling bist, empfehle ich dir nach der Besichtigung der Burg noch einen Abstecher in die Stadt zu machen. Sterling hat eine sehr schöne Altstadt.

The Needles – Drei berühmte Kreidefelsen vor der Isle of Wight

The Needles – Drei berühmte Kreidefelsen vor der Isle of Wight

The Needles sind drei längliche Kreidefelsen, die an der Nordwestspitze der Isle of Wight aus dem Wasser herausragen. An deren Ende steht der rot-weiß gestreifte Leuchtturm Needles Lighthouse, der seit 1995 automatisiert operiert. Ein beindruckender Anblick, insbesondere bei schönem Wetter, wenn das Weiß der Kreidefelsen, das Orange-Rot der Sandsteinklippen und das Blau des Meeres farblich zusammenspielen. Nicht umsonst sind The Needles das bekannteste Wahrzeichen der Isle of Wight.

The Needles im Überblick

Die drei Kreidefelsen befinden sich nur wenige Meter vor der Westspitze Needles Point der Isle of Wight. Die Insel liegt an der südenglischen Küste und ist nur 6,4 km vom englischen Festland entfernt. Früher waren die Felsen mit den Klippen der Isle of Wight verbunden, im Laufe der Zeit wurden sie jedoch durch Erosion abgetrennt.

Die Kreidefelsen sind zwischen 58 und 104 Metern lang und zwischen 10 und 17 Metern breit. Auf einer Linie angeordnet kommen die drei Felsen zusammen auf eine Länge von 350 Metern. Der niedrigste Felsen ist 19 Meter hoch, der höchste 27 Meter.

Ursprünglich waren The Needles übrigens vier Kreidefelsen. Der vierte Felsen war etwas höher als die anderen und nadelförmig. Daher stammt auch der Name «The Needles». Er stürzte jedoch bei einem Sturm im Jahr 1764 ins Meer. Der Überlieferung nach hörte man den Knall noch Meilen weit entfernt. Der umgestürzte Felsen, den man heute noch erkennen kann, erhielt den traurigen Namen «Lot’s Wife».

Die Kreidefelsen sind zwischen 58 und 104 Metern lang und zwischen 10 und 17 Metern breit. Auf einer Linie angeordnet kommen die drei Felsen zusammen auf eine Länge von 350 Metern. Der niedrigste Felsen ist 19 Meter hoch, der höchste 27 Meter.

Alum Bay & The Needles Landmark Attraction

Die Alum Bay liegt im Norden der Isle of Wight und ist für ihre farbigen Sandsteinklippen bekannt. Hier befindet sich auch ein kleiner Vergnügungspark The Neddles Landmark Attraction, von dem aus man Sicht auf The Needles hat. Dieser ist insbesondere bei Familien sehr beliebt. Neben kleinen Läden mit lokalen Souvenirs und Köstlichkeiten (besonders interessant sind die handgeblasenen Glasgegenstände und die selbstgemachten Süßigkeiten), befinden sich hier auch einige Fahrgeschäfte wie z.B. ein Kinderkarussell.

Highlight ist ein in meinen Augen leicht veralteter Sessellift, mit dem man hinunter zum berühmten Strand der Alum Bay fahren kann. Dieser ist für seinen bunten Sand bekannt. Sportliche Personen können aber auch über einen Pfad hinunter zum Strand laufen.

Besichtigung von The Needles

Für eine Reise zur Isle of Wight benötigt man auf jeden Fall ein Auto – sei es das eigene oder ein Mietwagen (Tipps zur Buchung eines Mietwagens). Vor Ort gibt es mehrere Möglichkeiten die drei Kreidefelsen zu besichtigen: Von The Needles Landmark Attraction hast du zumindest einen Fernblick auf die berühmten Felsen. Deutlich mehr siehst du, wenn du von der Alum Bay einen Bootsausflug zu den Felsen unternimmst. Oder du erkundest The Needles bei einer kleinen Wanderung entlang des 23 km langen Tennyson Trails.

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