Großbritannien lässt sich am besten mit dem Auto erkunden, denn viele Sehenswürdigkeiten sind weit vom nächsten Bahnhof entfernt. Zudem bietet dir eine Autorundreise durch Großbritannien ein großes Mass an Flexibilität. Bevor es mit der Reise losgehen kann, steht zuerst die Planung an. Zunächst gilt es, sich für eine Region zu entscheiden. Möchtest du die einzigartige Küste Südenglands erkunden, die Nationalparks von Wales durchstreifen, dich in Mittel- und Nordengland auf die Spuren der Römer oder von König Artus begeben oder die einzigartige Natur Schottlands erkunden?

Routen für eine Autorundreise durch Großbritannien

Hast du dich für einen Teil Großbritanniens entschieden, kannst du die Route planen. Welche Sehenswürdigkeiten möchtest du auf deiner Autorundreise durch Großbritannien auf jeden Fall besichtigen? Am besten orientierst du dich daran und legst deine Route darum herum. Stelle dabei sicher, dass du nichts vergisst und schreibe dir die Route auf! Ich bin letztes Jahr bei meiner Rundfahrt durch Südengland doch glatt an Durdle Door vorbeigefahren, weil ich es einfach vergessen hatte. Da ich mich sehr auf die Felsformation gefreut hatte, war ich natürlich sehr enttäuscht.

Im Folgenden findest du einige gute Routen für Autorundreisen durch Großbritanniens, an denen du dich orientieren kannst.

Autorundreisen durch Schottland

Für eine erfolgreiche Rundreise mit dem Auto ist die Wahl der richtigen Route entscheidend. Im Folgenden findest du einige Routen durch Schottland, bei denen du nichts falsch machen kannst. Suche dir die Route aus, die am besten zu deinen Wünschen passt.

Autorundreisen durch England

Atemberaubende Hügel-Landschaften, Küstenstreifen, die zum Weltnaturerbe zählen, und viele malerische und geschichtsträchtige Orte und Städte – nur einige Gründe für eine Reise nach England. Mit dem Auto lässt sich England am besten erkunden, hier einige Routen.

Autorundreisen durch Wales

Die walisische Hauptstadt Cardiff und drei wunderschöne Nationalparks – bei einer Autorundreise durch Wales gibt es jede Menge zu entdecken. Mit dem Auto geht dies am besten, da gerade die Nationalparks Snowdonia, Brecon Beacon und Pembrokeshire sonst kaum zu erreichen sind.

Eigenes Auto oder Mietwagen?

Stellt sich die Frage, ob man besser nach Großbritannien fliegt und vor Ort einen Mietwagen bucht oder mit dem Auto anreist. Ich denke, dass bleibt einem jedem selbst überlassen. Sicher spielt aber der Ausgangspunkt eine große Rolle. Die einzige Fähre, die in die Nähe von Schottland geht (Newcastle), legt in Amsterdam ab. Ich wohne in Zürich, so dass für mich die Fahrt bis Amsterdam schon eine halbe Weltreise ist. Daher fliege ich grundsätzlich nach Großbritannien und buche mir vorab einen Mietwagen* . Von Norddeutschland sieht das mit der Entfernung schon ganz anders aus. Da lohnt sich die Anfahrt mit dem Auto eher.

Vorteile Mietwagen: Je nachdem, wo man in Deutschland wohnt, kannst sich die Reisezeit enorm verkürzen. Am Flughafen angekommen, nimmt man entspannt seinen Mietwagen in Empfang und kann direkt das erste Reiseziel in Großbritannien ansteuern.

Nachteile Mietwagen: An den Mietwagen muss man sich immer erst gewöhnen. Die ersten Kilometer sind daher zumindest bei mir mit etwas Herzklopfen verbunden. Bei meiner letzten Autorundreise durch Südengland hatte ich bei Sixt* einen MINI Cooper gemietet, dessen Automatik etwas anders funktionierte als bei meinem Golf. Auf der Fähre zur Isle of Wight, habe ich den MINI daher für einige Minuten nicht starten können. Peinlich!

Vorteile eigenes Auto: Das eigene Auto kennt man schon sehr gut und ist mit der Fahrweise bestens vertraut.

Nachteile eigenes Auto: In Großbritannien herrscht Linksverkehr. Britische Autos haben daher das Lenkrad auf der rechten Seite, so dass man einen besseren Überblick hat. Das erleichtert das Fahren, zum Beispiel bei der Auffahrt auf die Autobahn (Motorway).

Oder doch lieber eine Rundreise mit dem Wohnmobil?

Durch Südengland möchte ich ehrlich gesagt nicht mit dem Wohnmobil fahren, dafür sind mir die Straßen einfach zu eng und der Verkehr zu dicht. Da ist mir die Kombination Mietwagen und Bed & Breakfast doch lieber. Für Schottland bietet sich eine Rundreise mit dem Wohnmobil aber geradezu an. Klar gibt es auch hier viele enge Straßen, aber der Verkehr ist deutlich weniger und das Fahren somit entspannter. Insbesondere im Cairngorms Nationalpark hatte ich die Straßen fast für mich allein.

Es gibt einem ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit, wenn man allein mit dem Wohnmobil durch diese einzigartige wilde Landschaft fährt. Zudem findest du in Schottland viele gut ausgebaute Caravan-Parks. Wenn du möchtest, kannst du sogar wild campen – und das völlig legal. Mieten kannst du ein Wohnmobil bequem über Campanda*. Dort habe auch mein Motorhome gefunden (siehe Bild).

Tipps für deine Autorundreise durch Großbritannien

Generell kann man nicht viel falsch machen, wenn man mit dem Auto durch Großbritannien reist. Ein paar Regeln gibt es aber zu beachten. Hier ein paar Tipps.

Linksverkehr: Der Linksverkehr ist viel einfacher als man denkt. Am besten orientiert man sich am Vordermann. Beim Kreisverkehr fährt man im Uhrzeigersinn. Hier ist es wichtig, sich vorher schon richtig einzuordnen. Nimmt man die erste Ausfahrt, sollte man sich links einordnen, ansonsten bleibt man in der Regel auf der rechten Spur. Einzig bei Ausfahrten (z.B. privates Grundstück oder Parkplatz) muss ich immer kürz überlegen. Am besten kurz innehalten, überlegen wo links ist, und erst dann auf die Straße einbiegen.

Geschwindigkeit: Die Straßenschilder sind in Meilen ausgewiesen (1 Meile = 1,61km). In geschlossenen Ortschaften gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 mph (48km/h), auf Landstraßen 60mph (96km/h) und auf Autobahnen 70mph (113 km/h). 

Wildtiere: Gerade in den Nationalparks und auf den schottischen Inseln sind viele Wildtiere, Schafe und Hühner unterwegs, die gerne die Straßen für sich beanspruchen. Daher ist beim Fahren Vorsicht geboten – insbesondere bei Kurven und an uneinsichtigen Stellen.

Single Track Roads: Je weiter man sich von den Städten entfernt, desto mehr nehmen die großen Straßen ab. Stattdessen gibt es «single track roads», die nur aus einer Fahrbahn bestehen. Der entgegenkommende Verkehr kann durch das Ausweichen in kleine Buchten am Straßenrand («passing places») vorbeigelassen werden. Hier ist Freundlichkeit gefragt. Die Briten signalisieren oft schon von weitem, dass sie dich vorbeilassen. Am besten bedankt man sich mit einem Handzeichen.

Navigationsgerät: Es gibt Fahrer, die lieben es, anhand von Landkarten zu fahren. Da ich grundsätzlich allein unterwegs bin, bin ich froh, dass es Navis gibt. Das macht das Fahren deutlich entspannter. Navis dazu buchen wird teuer, daher nehme ich zur Sicherheit mein eigenes mit. Inzwischen verfügen jedoch die meisten Neuwagen über ein eigenes Navi, so dass ich meines schon seit drei Jahren nicht mehr gebraucht habe.

Gründlicher Check: Gerade in ländlicheren Gebieten oder auf den schottischen Inseln sind Werkstätten rar, insbesondere wenn das Auto am Wochenende liegen bleibt. Wer mit dem eigenen Auto anreist, sollte daher vorher noch mal bei der eigenen Werkstatt vorbeifahren und einen kurzen Check machen.

Versicherungsnachweis: In den letzten Jahren ist es mir immer wieder passiert, dass ich vor Ort zusätzlich Geld bezahlen musste, um «optimal abgesichert» zu sein. Dabei war ich mir sicher, dass ich bereits online das Rundum-Sorglos-Paket gebucht hatte. Autovermittler wie billiger-mietwagen.de* schicken ihren Kunden inzwischen eine Bestätigung auf Englisch, die dies auch belegt. Diese Bestätigung kann man dem Mietwagenpersonal vor Ort vorlegen und spart sich somit nervige Verkaufsgespräche.

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