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Der wohl beste Weg Großbritannien zu erkunden ist mit dem Auto – entweder mit dem eigenen oder einem Mietwagen. Eine Rundreise mit dem Auto hat den Vorteil, dass du die Aussicht genießen, an interessanten Stellen kurz stoppen und deine Reise flexibel gestalten kannst. Die Anreise mit dem eigenen Auto ist recht jedoch zeitaufwändig. Eine gute Alternative sind daher Mietwagen. Diese kannst du sowohl vor Ort oder bequem von Deutschland aus buchen. Es lohnt sich, etwas Zeit in die Suche nach dem optimalen Mietwagenangebot zu investieren, um vor Ort keine bösen Überraschungen zu riskieren. Im Folgenden findest du 10 Tipps zur Mietwagenbuchung.

1. Buche deinen Mietwagen von Zuhause

Es hat seine Vorteile, den Mietwagen noch von zu Zuhause aus zu buchen und nicht erst vor Ort in Großbritannien. Wenn du vorab buchst, profitierst du oft von Rabatten und Sonderkonditionen. Dabei ist es egal, ob du über ein Vergleichsportal wie billiger-mietwagen.de buchst, direkt über den Anbieter oder im Reisebüro.

Zudem hast du so genügend Zeit, um Angebote zu vergleichen und die Vertragsdetails genau zu studieren. Wenn du darüber hinaus über einen Anbieter oder eine Vergleichsplattform aus Deutschland buchst, steht dir ein deutschsprachiger Ansprechpartner zur Verfügung – etwa, wenn du Fragen hast oder Probleme auftauchen. Im Streitfall hat das darüber hinaus den Vorteil, dass deutsche Gerichte zuständig sind.

2. Nutze Vergleichsportale für Mietwagen

Wenn du einen Autovermieter hast, mit dem du über viele Jahre gute Erfahrungen gemacht hast, kannst du natürlich deinen Mietwagen direkt über ihn buchen. Renommierte Anbieter sind z.B. Sixt, Herz, Europcar und Avis. Die günstigsten Angebote findest du dort eher nicht, außer es gibt beim Anbieter deiner Wahl gerade tolle Rabatte. Einen schnellen Überblick über die besten Angebote findest du eher auf Vergleichsportalen wie billiger-mietwagen.de* oder check24.de*. Ich nutze meist billiger-mietwagen.de, probiere aber auch immer mal wieder andere Portale aus. Hier eine Übersicht der meiner Meinung nach besten Mietwagenportale.

3. Achte auf die Kundenbewertungen

Wenn du deine Reisedaten und Anforderungen in die Suche eingegeben hast, erhältst du auf den Vergleichsportalen eine Übersicht der besten Angebote. Gerade, wenn darunter Mietwagenfirmen sind, mit denen du bisher noch keine Erfahrungen gemacht hast, lohnt es sich die Kundenbewertungen anzuschauen. Waren die Bewertungen größtenteils positiv? Wie wurde der Service bewertet. Und vor allem wie war die Handhabung im Schadensfall? Hat der günstigste Anbieter eher schlechtere Bewertungen, gehe ich zum nächsten Angebot über und schaue mir dieses genauer an.

4. Spare nicht beim Versicherungsschutz

Neben dem Preis sollte auch der Versicherungsschutz ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Ich buche grundsätzlich das Rundum-sorglos-Paket und kann dies auch jedem anderen empfehlen. Nur wenn du bei deiner Buchung einen umfassenden Versicherungsschutz aus Haftplicht (für Schäden an anderen), Vollkasko (für Schäden am eigenen Auto) und Diebstahlversicherung wählst, bist du im Schadensfall auch wirklich gut abgesichert.

Auch die Selbstbeteiligung schließe ich grundsätzlich aus. Die Angebote mit Selbstbeteiligung sind meist nur geringfügig billiger. Da bin ich gerne bereit, die kleine Differenz zu zahlen. Zudem achte ich auf eine hohe Deckungssumme. Diese sollte bei mindestens einer Million Euro liegen. Manchmal sind nur ein paar tausend Euro abgedeckt. Das hilft im Ernstfall nicht viel.

Je nach Reiseziel achte ich zudem darauf, dass Schäden an Reifen, Felgen und Unterboden sowie Schäden durch Steinschlag im Versicherungspaket enthalten sind. In Großbritannien sind die Straßen sehr gut, so dass ich dies hier eher vom Preis anhängig mache. Außer ich reise z.B. durch sehr abgelegene Gebiete, wo man auch mal auf Schotterstraßen unterwegs ist. In Schottland sind z.B. die seitlichen Parkbuchten an den Straßen oft nicht gepflastert.

Glücklicherweise sind die einzelnen Versicherungspakete bei den Anbietern und auch auf den Vergleichsportalen deutlich gekennzeichnet, so dass du schnell das passende Angebot für dich findest. Meist buchst man übrigens das Versicherungspaket über das Portal und nicht über den Mietwagenanbieter. Achte daher darauf, dass dir der Vermieter vor Ort nicht noch mal ein Versicherungspaket verkauft. Mir ist das früher mehrfach passiert und ich habe mich im Nachhinein jedes Mal geärgert, weil ich mich habe verunsichern lassen und zweimal für die Versicherung gezahlt habe.

Tipp: Bei billiger-mietwagen.de* erhält man mit der Buchung ein Dokument, dass den Versicherungsschutz bestätigt. Dieses ist in englischer Sprache und richtet sich direkt an den Mietwagenanbieter. Ich drucke dieses immer aus und lege es vor Ort dem Anbieter vor. So spare ich mir nervige Diskussionen über den Versicherungsschutz.

Tipp: Wenn du sehr oft einen Mietwagen buchst, kann es sich lohnen, eine Leihwagenversicherung abzuschließen. Diese kostet meist unter 100 EUR im Jahr und springt im Schadensfall für deine Selbstbeteiligung ein. Zudem zahlt sie auch bei Diebstahl und Vandalismus sowie bei Dach-, Glas- und Reifenschäden, die bei Vermietern oft zusätzlich versichert werden müssen.

5. Buche keine unnötigen Extras

In Großbritannien hatte ich bisher fast immer Glück und bereits ein Navigationsgerät im Mietwagen enthalten. Das ist jedoch alles andere als Standard, da Mietwagenunternehmen diese gerne teuer separat verrechnen. Da zahlt man schon mal 10 EUR am Tag zusätzlich für ein Navigationsgerät. Ich bringe daher oft mein eigenes Navigationsgerät von zu Hause mit. Brauche ich dieses nicht, bleibt es einfach im Koffer. Wenn ich aber kein Navigationsgerät im Auto habe, bin ich froh, dass ich mein eigenes mitgebracht habe. Dies hat auch den Vorteil, dass ich schon bestens mit meinem Navi vertraut bin.

Alternativ kannst du aber natürlich auch einfach dein Smartphone als Navi benutzen. Mit Google Maps hast du in der Regel bereits einen super Routenplaner auf dem Handy installiert. Für ein paar Euro gibt es zudem richtig gute Apps zu kaufen. Ich persönlich mag vor allem die App maps.me. Gegenüber Google Maps hat diese den Vorteil, dass du das Kartenmaterial herunterladen kannst und danach den Service auch ohne Internetzugang nutzen kann. Gerade im Ausland ist das natürlich super praktisch.

Wenn du dein Smartphone als Navi benutzt muss du noch daran denken, eine Halterung für das Auto* und vor allem ein separates Ladegerät* zu kaufen. In den Mietwagen gibt es meist keine USB-Anschlüsse, daher ist es wichtig, dass du dein Smartphone auch über den Zigarettenanzünder laden kannst. Sonst geht dir im schlimmsten Fall der Akku aus.

Neben Gebühren für Navigationsgeräte versuchen Vermieter zudem gerne weitere Services anzubieten, die ins Geld gehen können. Zum Beispiel einen zusätzlichen Fahrer oder Kindersitze. Solltest du diese Services benötigen, achte gleich bei der Buchung drauf, wo du diese am günstigsten im Gesamtpaket erhältst.

6. Beachte die Einweggebühr

Gerade wenn du etwas mehr von Großbritannien sehen möchtest, kann es eine Option sein, den Mietwagen an einem Ort abzuholen und an einem anderen wieder abzugeben. Denn nicht immer lässt sich die Route so legen, dass die Reise am gleichen Ort endet wie sie begonnen hat. Wenn du deinen Mietwagen jedoch an einem anderen Ort abgeben möchtest, zahlst du dafür in der Regel eine Einweggebühr. Die Kosten hierfür variieren zum Teil stark, im Schnitt liegen sie aber so zwischen 50 und 80 EUR. Zudem sind die genauen Kosten nicht immer auf den Vergleichsplattformen ersichtlich. Daher lohnt es sich, direkt beim Vermieter nachzufragen, um keine Überraschung zu erleben.

7. Wähle die richtige Anmietzeit

Der Miettag wird nicht in ganzen Tagen, sondern in 24 Stunden berechnet. Wenn du also deinen Mietwagen um 12 Uhr abholst, musst du ihn am Abgabetag vor 12 Uhr abgeben. Bist du später dran, zahlst du einen ganzen Tag mehr. Ich mache mir dies zunutze, indem ich den Mietwagen meist erst nach dem Mittag abhole und mich dann auf zum ersten Zwischenstopp mache. Am Abgabetag habe ich dann morgens keinen Stress und kann entspannt zum Abgabeort fahren und dort meinen Mietwagen abgeben. Natürlich achte ich dabei auch auf die Flugzeiten.

Plane insbesondere für die Abgabe etwas mehr Zeit ein. Wer weiss, wie schnell du den Ort wiederfindest. Meist gibt es bei den Flughäfen diverse Anbieter, die alle nebeneinander liegen. Zudem wirst du oft noch mit dem Shuttle zum Terminal gefahren. Das solltest du zeitlich einkalkulieren.

8. Achte auf die Tankregelung

In der Regel erhältst du ein vollgetanktes Auto und musst dieses auch vollgetankt wieder abgeben. Die Tankregel ist demnach «Full-Full». Gibst du das Auto mit leerem Tank ab, übernimmt der Vermieter das Tanken und zieht dir den Betrag von der Kreditkarte ab. Dies kommt dich deutlich teurer, daher solltest du deinen Mietwagen auch wirklich vollgetankt abgeben. Meist befinden sich in der Nähe der Mietwagenstationen Tankstellen, so dass das kein Problem ist. Am besten recherchierst du schon mal einen Tag vor Abgabe online, wo du am besten tanken kannst.

Zum Teil gibt es auch die Option «Full-Empty». Das mag auf dem ersten Blick verlockend klingen, da du den Mietwagen mit leerem Tank abgeben kannst und dir dadurch Zeit und Aufwand sparst. Allerdings wäre ich hier vorsichtig. Denn die Kosten für die Betankung liegen meist deutlich höher, als wenn du dies selbst an einer Tankstelle vorgenommen hättest. Ich rate dir daher grundsätzlich zur Option «Full-Full».

9. Buche einen Wagen mit Automatik

Natürlich kannst dies handhaben, wie du möchtest. Aufgrund des Linksverkehrs rate ich dir für Großbritannien jedoch einen Mietwagen mit Automatik zu buchen. Wir sind es einfach nicht gewohnt, mit der linken Hand zu schalten. In Großbritannien musst du sowieso schon gut darauf achten, dass du richtig fährst und nicht mal aus Gewohnheit falsch in eine Straße einbiegst. Gerade bei großen Parkplätzen ist es mir schon passiert, dass ich auf der falschen Seite in die Einfahrt eingebogen bin. Mit einer Automatik sparst du dir zusätzlichen Stress, weil du dich rein auf das Fahren konzentrieren kannst und nicht noch ans Schalten denken musst.

10. Nimm die Übergabe ernst

Prüfe bei der Übergabe den Zustand des Wagens und lass Schäden in das Übergabeprotokoll aufnehmen. Vor allem wenn du keine Vollkaskoversicherung abschließt, sondern eine Selbstbeteiligung hast. Lass dir zudem den Wagen erklären. Ich stand schon mehrfach auf dem Parkplatz eines Mietwagenverleihers und musste mich erst mal minutenlang an den Wagen gewöhnen. In London habe ich z.B. einfach nicht herausgefunden, wie man den MINI Cooper startet. Ich habe zu Hause einen alten Golf, daher kam ich mit der «modernen» Technik zunächst nicht klar. Wenn du nett fragst, erklären dir die Mitarbeiter des Autovermieters das Auto.

Weitere Tipps zur Mietwagenbuchung:

Zum Schluss habe ich noch ein paar kleinere Hinweise für deine nächste Mietwagenbuchung.

  • Alter des Fahrers: Wenn du jünger als 24 Jahre bist, fallen oft höhere Gebühren an. Bist du unter 21 Jahre alt, kannst du oft gar nicht erst buchen. Dies gilt es zu bedenken, bevor du Pläne für eine Rundreise schmiedest.
  • Freikilometer: Achte bei der Anmietung darauf, dass alle Kilometer frei sind. Das ist heute bei Mietwagen üblich, ich würde mich aber dennoch vergewissern. Manchmal gibt es auch tägliche Begrenzungen. Fährst du mehr, kostet dich jeder zusätzliche Kilometer extra.
  • Auswahl des Autos: Suche dir einen Mietwagen aus, der zu deinen Bedürfnissen passt. Es muss nicht der schicke Sportwagen oder der große SUV sein. Zu klein sollte das Auto aber auch nicht sein, insbesondere wenn du länger unterwegs bist und viel Gepäck hast. Überlege dir genau, was du auf deiner Reise vorhast und welches Auto sowie welche Ausstattung am besten dazu passt.
  • Klimaanlage: Gerade, wenn du im Sommer unterwegs bist, ist eine Klimaanlage wichtig. Ich war im Sommer in Südengland unterwegs, als die Temperaturen Rekordwerte erzielten. Da war ich sehr froh über die Klimaanlage im Auto.
  • Internationaler Führerschein: Nimm sicherheitshalber einen Internationalen Führerschein mit. Dieser ist in 10 Minuten erstellt und kostet bei der Führerscheinstelle nur 16 EUR. Ich wurde noch nie danach gefragt, aber im Falle einer Führerscheinkontrolle oder eines Unfalls kann es hilfreich sein, diesen dabeizuhaben.
  • Kreditkarte: Vergiss deine Kreditkarte nicht! Hast du diese nicht dabei, wird dir der Mietwagen nicht übergeben, denn sie gilt für die Mietwagenverleiher als Sicherheit.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps zur Mietwagenbuchung weiterhelfen. Planst du vielleicht auch eine Reise durch Großbritannien? Ich bin gespannt auf deine Meinung und deine Erfahrungen. Hinterlasse doch einen Kommentar.

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