Time for Tea – Die Tradition des britischen Afternoon Tea

Time for Tea – Die Tradition des britischen Afternoon Tea

Auf der ganzen Welt sind die Briten für ihre Teekultur bekannt – und natürlich für ihre Tradition der «Tea Time». Nichts scheint britischer als ein Tässchen Cream Tee und dazu Scones oder Lachs- und Gurkensandwiches. Traditionell ist die Tea Time zwischen 16 und 17 Uhr, aber inzwischen gibt es die verschiedensten Teetraditionen – vom «Early Morning Tea» bis zum «High Tea». Am bekanntesten und meisten verbreitet ist dabei der «Afternoon Tea».

Dass Großbritannien weltweit für seine Teekultur bekannt ist, ist schon etwas erstaunlich. Wird in England, Wales und Schottland doch gar kein Tee angebaut. Seinen Ursprung hat die britische Teekultur im 17. Jahrhundert als Großbritannien Tee aus Indien importierte. Dieser war so teuer, dass er nur wohlbetuchten Briten vorbehalten war. Dennoch hat sich das Bild verankert, dass Briten um Punkt 17 Uhr niedersitzen, ein Tässchen Tee trinken und dabei Stricken oder die Zeitung lesen. Dieses Bild wird von den Briten auch weiterhin gepflegt und als Teil des Brands «Great Britain» hervorragend vermarktet.

Geschichte der britischen Teekultur

Wer «Asterix bei den Briten» geschaut hat, könnte meinen, dass man schon zu Zeiten der Römer in Britannien Tee getrunken hat. Soweit zurück reicht die Geschichte der britischen Teekultur dann aber doch nicht. Die Anfänge nahm diese erst 1662 als die Portugiesin Katharina von Braganza, die Ehefrau von König Charles II., den Tee an den englischen Hof brachte.

Der «Afternoon Tea» wurde dann wohl erst 200 Jahre später erfunden – und zwar von einer Hofdame von Queen Victoria, der Duchess of Bedford. Der Erzählung nach verspürte diese nachtmittags oft Hunger und ließ sich dementsprechend gegen 16 Uhr Tee, Brot und Butter im Salon servieren. Mit der Zeit lud sie dazu auch Freunde ein und servierte zusätzlich kleine Kuchen und Sandwiches. Die britische «Tea Time» war geboren und verbreitete sich schnell im ganzen Königreich. Heute ist Großbritannien auf der ganzen Welt dafür bekannt.

Die verschiedenen Teetraditionen

Tea Time ist nicht gleich Tea Time – hier gibt es einige Unterschiede, je nach Zeitpunkt der Einnahme oder den servierten Köstlichkeiten. Wird der Tee eher am Morgen oder am Nachmittag getrunken? Und gibt es nur Scones und Tee oder werden darüber hinaus auch Küchlein und Sandwiches oder gar Champagne serviert? Im Folgenden findest du eine Übersicht, der verschiedenen britischen Teetraditionen.

Early Morning Tea

Viele Britten trinken ihre erste Tasse Tee noch vor dem Frühstück, zum Teil sogar noch im Bett.

Light Tea

Nachmittagstee, zu dem nur einfache Scones gegessen werden.

Cream Tea

Diese Tradition stammt ursprünglich aus Südengland und ist hier auch heute noch am weitesten verbreitet. Inzwischen hat sich der Cream Tea aber in ganz Großbritannien verbreitet. Zum Tee werden Scones mit Clotted Cream* und Erbeerkonfitüre* gereicht. Ich liebe Cream Tea! Das Rezept für die Scones und Clotted Cream findet Ihr hier.

Scones and Cream Tea

Buidlder’s Tea

Dieser wird traditionell von Bauarbeitern während der Arbeitspause getrunken. Es handelt sich dabei um einen stark gebrühten Beuteltee mit viel Milch und Zucker.

Afternoon Tea

Der Nachmittagstee ist auch bekannt als «Five-o-Clock-Tea» oder «Low Tea» und die wohl klassischste Form der Tea Time. Serviert wird er zwischen 15 und 17 Uhr im Salon. Zusätzlich zum Cream Tea umfasst das Speiseangebot Savouries (kleine Sandwiches mit Lachs, Schinken, Ei oder Gurken und andere kleine Häppchen). In Restaurants wird der «Afternoon Tea» meist auf einer Etagere serviert.

High Tea

Hierbei handelt es sich um eine reichhaltige Mahlzeit, die zwischen 17 und 19 Uhr serviert wird und eine Mischung aus «Afternoon Tea» und Abendessen darstellt. Statt im Salon wie der «Afternoon Tea» wird der «High Tea» im Esszimmer eingenommen – also am grossen Tisch (high table). Zum Tee werden kalter Braten, Huhn, Salate, Gemüse, Kuchen und Früchte serviert. Der «High Tea» ist besonderen Anlässen vorenthalten und wird meist gemeinsam mit Gästen eingenommen. Er ist nicht mit dem normalen Abendessen zu vergleichen, selbst wenn dazu Tee getrunken wird.

Reception Tea

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim «Reception Tea» um einen Empfang. Genauer gesagt um einen Stehempfang, bei dem statt Sekt Tee gereicht wird. Dazu gibt es meist Sandwiches.

Royal Tea

Jetzt wird es fancy! Der Royal Tea ist ein «Afternoon Tea», bei dem zusätzlich ein Gläschen Sekt oder Champagner serviert wird.

Royal Yacht Britannia Tea Time

Tea Time: der richtige Tee

Und was ist nun der richtige Tee zur «Tea Time»? Ganz klar: ein kräftiger Schwarztee* (z.B. Earl Grey, Assam, Ceylon oder Darjeeling). Dieser wird in eine Kanne gegeben und mit kochendem Wasser übergossen. Anders als bei uns gibt es für den Tee keine festgelegte Zeit, wie lange er ziehen muss. Er bleibt einfach in der Kanne. Das sorgt dafür, dass der Tee mit der Zeit immer stärker wird.

Und dann wäre da noch ein weiterer großer Unterschied zu unserem Teekonsum: die Briten geben Milch in ihren Schwarztee! Wie dies am besten gemacht wird, ist aber umstritten. Es gibt es zwei Lager: die Mifs und die Tifs. Die Mifs geben zuerst die Milch in den Tee («milk in first»), während die Tifs erst den Tee in die Tasse giessen («tea in first»). Queen Elisabeth II. gehört übrigens den Mifs an. Ich persönlich zähle mich ganz klar zur Fraktion der Tifs. Erst wenn der Tee schön durchgezogen ist, kommt die Milch dazu. Sonst stimmt die Konsistenz einfach nicht.

Wir Ihr Euren Tee am liebsten trinkt ist natürlich Euch überlassen. Probiert einfach aus, was Euch am besten schmeckt. Neben der Milch könnt Ihr auch noch Zitrone und Zucker zum Tee dazu geben. Ganz nach Eurem individuellen Geschmack!

Als Frau allein reisen: 11 Tipps

Als Frau allein reisen: 11 Tipps

Als Single ist das Thema «Urlaub» mitunter etwas heikel. Man steht vor der Wahl: allein reisen oder jemanden finden, der mitkommt. Anfangs traute ich mich nicht alleine zu reisen. Oder besser gesagt: es fühlte sich falsch an, schon fast etwas verzweifelt. Daher bin ich zum Teil mit Freundinnen in die Ferien gereist. Nur waren unsere Urlaube oft nicht sehr entspannt. Wir hatten einfach unterschiedliche Vorstellungen von einem Urlaub, so dass es immer wieder zu Streitereien kam. Also entschied ich mich vor sieben Jahren zum ersten Mal allein zu reisen. Seitdem mache ich das fast immer so.

In den letzten Jahren hat es sich ergeben, dass in meinem Freundeskreis sehr viele Frauen sind, die allein durch die Welt reisen. Ob Mexiko, Kanada, USA, Osterinseln, Hawaii oder Thailand – wir waren schon in diversen Ländern allein als Frau unterwegs. Eine Kollegin war sogar allein im Iran. Das lustige ist jedoch, dass viele Menschen, das irgendwie nicht nachvollziehen können. Wenn man im Büro sagt, man fahre in den Urlaub, erhält man Kommentare wie: «Ich wünsche «Euch» viel Spass!» Automatisch wird angenommen, dass es da noch einen Partner oder eine andere Person gibt, die mitreist. Allein reisen scheint noch immer nicht ganz selbstverständlich zu sein.

Mich selbst zieht es natürlich vor allem nach Großbritannien, obwohl ich mindestens einmal im Jahr auch woanders hinreise. Man braucht ja auch etwas Abwechslung. An Großbritannien faszinieren mich vor allem die einzigarte Landschaft und die Nettigkeit der Engländer. Man kommt einfach sehr schnell mit den Menschen ins Gespräch und sie sind sehr hilfsbereit.

Hier meine Tipps für alle, die allein vereisen möchten:

1. Meide die Hochsaison und Tourismus-Hochburgen

Ich habe kein Problem damit allein zu sein. Womit ich mir aber schwertue, ist allein unter vielen Menschen zu sein. Besonders ist mir das aufgefallen, wenn ich im Sommer allein auf Teneriffa oder Fuerteventura meine Ferien verbrachte. Hier ist mir die Decke so auf den Kopf gefallen, dass ich bei beiden Reisen froh war, endlich wieder nach Hause reisen zu können. Ich fühlte mich wie das fünfte Rad am Wagen. Ich passte einfach nicht rein.

Kaum hatte ich beim Frühstück einen Tisch ergattert und mich beim Buffet angestellt, wurde mein Tisch auch schon wieder an ein Pärchen oder eine Familie vergeben. Ich kam zurück an einen besetzten Tisch und durfte mir einen neuen Platz suchen. Im noch leeren Restaurant setzte ich mich an einen Vierertisch, weil es keinen kleineren gab. Keine zwei Minuten später, baute der Kellner einen Teil des Tisches ab und woanders wieder auf. Ich kann verstehen, dass Hotels und Restaurants wirtschaftlich denken müssen, bei mir hinterließen solche Begebenheiten jedoch einen bitteren Beigeschmack.

Stattdessen reise ich nun seit vielen Jahren in der Nebensaison. Das hat den Vorteil, dass die Hotels oft noch halb leer sind und das Personal deutlich entspannter ist. Zudem suche ich mir eher kleinere oder mittelgroße Hotels für meine Strandferien aus. Zusammen ergibt dies eine viel persönlichere und gemütlichere Atmosphäre. Man kommt einfacher mit anderen Gästen ins Gespräch, verabredet sich auch mal auf einen gemeinsamen Ausflug und fühlt sich so gleich viel wohler.

2. Schließe dich Ausflügen oder Touren an

Gerade auf Reisen in ferne Länder möchte ich so viel wie möglich von dem Land sehen. Daher suche ich mir meist ein schönes Hotel und unternehme von dort aus geführte Tagesausflüge. Das hat den Vorteil, dass man eine gute Abwechslung zwischen Pool-Tagen und Sightseeing oder Abenteuer hat. Zudem lernt man auf den Touren jeweils neue Leute kennen und hat dadurch nette Konversationen.

Eine gute Freundin von mir verbringt ihre Urlaube sogar größtenteils auf Touren. Ob Insel-Hopping auf Hawaii oder eine Rundreise durch Mexiko: Die Touren bieten Sicherheit, erfahrene Guides mit viel Knowhow über das Land und nette Bekanntschaften in der Reisegruppe. Im Anschluss der Tour kann man dann immer noch ein paar Strandtage in einem schicken Hotel einlegen.

3. Unternimm Städtereisen

Ich persönlich liebe Städtereisen, weil es mir dabei nie langweilig wird. Auf Städtereisen kann ich meine Tage mit Sightseeing, Kultur, Shopping und tollem Essen verbringen. Tagsüber schlendere ich durch die Innenstadt, schaue mir die wichtigsten Highlights an, statte dem ein oder anderen Museum einen Besuch ab und gönne mir zwischendurch spontan einen Happen zu Essen oder einen Cappuccino in einem Café. Währenddessen kundschafte ich man schon mal die besten Shops aus.

Auch abends ist jede Menge geboten. Und das Beste: In großen Städten wie London oder Paris ist es völlig normal, wenn Personen allein Restaurants aufsuchen. Zudem gibt es eine riesige Auswahl an Restaurants, so dass man jeden Tag kulinarisch etwas anderes ausprobieren kann. Und auch wenn man allein ein Theater- oder Musical besucht, schaut einen keiner schräg an. Da ich früher im Reisesektor gearbeitet habe, habe ich zudem Freunde in verschiedenen Großstädten, die ich auf meinen Reisen auch gerne mal zu einem Kaffee oder Abendessen treffe.

4. Versuche mal einen Roadtrip

Auf meiner Rundreise mit dem Auto durch Südengland im letzten Jahr, habe ich täglich nette Menschen getroffen, mit denen ich mich unterhalten konnte. Dasselbe Erlebnis hatte ich bei meiner Rundreise mit dem Wohnmobil durch Schottland. Zudem erlebt man bei einem Roadtrip jeden Tag etwas Neues, so dass nie Langweile aufkommt. Meine Tour durch Südengland führte mich beispielsweise von London über Bournemouth, die Isle of Wight, Devon, Cornwall, Dartmoor, Bath und Winsor zurück nach London. Zwischendurch hatte ich mir in Süd-Devon für eine Woche noch ein Ferienhaust direkt am Meer gebucht, wo ich etwas relaxen konnte. Neben Städtereisen sind Roadtrips inzwischen meine liebste Art zu reisen.

Solltest du noch etwas Hemmungen vor der Organisation eines Roadtrips haben, kannst du dir auch Unterstützung holen. Für Großbritannien kannst du deine Autorundreise beispielsweise von A-Z von einem Reisebüro planen lassen. So musst du nur noch ins Flugzeug sowie den gebuchten Mietwagen vor Ort steigen und schon kann die Reise losgehen.

5. Plane deine Reise von A bis Z

Ich bin ja eigentlich kein Mensch, der gerne und gut plant. Es hat jedoch seine Vorteile, gerade bei Fern- oder Rundreisen. Zumindest für die ersten Tage sollte man schon mal die Hotels und die Route gebucht haben, damit vor Ort kein Stress aufkommt. Hier noch einige weitere Tipps für deine Planung:

  • Informationen über das Reiseziel einholen: Dabei geht nicht nur darum, die sich über die besten Sehenswürdigkeiten zu informieren. Auch Informationen zu Währung, Wetter, kulturellen Besonderheiten, Kriminalität, medizinischer Versorgung und der politischen Lage können wichtig sein. Braucht es vielleicht sogar ein Visum oder bestimmte Impfungen, um das Land zu bereisen?
  • Insider-Tipps abholen: Was sind die besten Sehenswürdigkeiten in deinem Reiseziel, die besten Stopps auf deiner Rundreise oder hippesten Restaurants? Das geht am besten mit einer Online-Recherche.
  • Lage der Unterkunft: Neben Eigenschaften wie Ausstattung und Nähe zum Zentrum oder Strand, solltest du dich auch etwas über die Umgebung informieren. Ist diese auch abends sicher? Hier helfen meist die Kommentare auf Bewertungsportalen.

6. Nutze Packlisten

Ich muss meinen Koffer oft mehrfach packen, weil er am Anfang grundsätzlich zu voll ist. Und obwohl ich jede Menge eingepackt habe, fehlt mir dann doch immer mal wieder etwas Wichtiges. Ich hatte schon das Nachthemd, die Zahnbürste und zigmal den Stromadapter vergessen. Aus diesem Grund habe ich eine Packliste erstellt, an der ich mich orientieren kann. Diese ist nach Reisearten (z.B. Badeurlaub oder Städtereise) und Kategorien wie Kleidung, Hygieneartikel, technisches Equipment und Dokumente gegliedert.

Tipp: Als Frau ist es hilfreich immer ein Tuch dabei zu haben, dass man sich beim Besuch einer Kirche oder eines Tempels um die Schultern oder Beine wickeln kann. Zudem hilft es an kalten oder windigen Tagen als Schutz.

Tipp: Mach dir vor der Abreise Kopien von den wichtigsten Dokumenten und Unterlagen und nimm diese auf deine Reise mit. Sollte dir beispielsweise dein Reisepass abhandenkommen, hast du noch eine Kopie dabei. Ich habe beispielsweise in London mal meinen Ausweis im Pub verloren und hatte zu dem Zeitpunkt auch keinen Reisepass. In der deutschen Botschaft stellte man mir dann einen vorläufigen Ausweis aus, damit ich zurückreisen konnte.

Packliste England

Nach unzähligen Reisen nach England, bin ich inzwischen Expertin darin, meine Koffer zu packen. Damit du nichts vergisst, habe ich eine Packliste zusammengestellt.

7. Reise am Tag an

Gerade in fernen Ländern oder neuen Reisezielen empfehle ich, am Tag anzureisen. Ich bin zwar auch schon nachts in Thailand gelandet, aber wirklich wohl habe ich mich beim Transfer zum Hotel nicht gefühlt. Über eine Stunde lang saß ich mit völlig fremden Personen im Auto, die mich nachts durch thailändische Dörfer fuhren. In den meisten europäischen Großstädten ist man zumindest in den Zentren abends recht sicher, aber man muss je kein unnötiges Risiko eingehen.

Während meines Studiums in Rom wurde ich z.B. auf dem nach Hause nur wenige Meter vom Studentenwohnheim überfallen. Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass es in den römischen Vororten abends nicht sicher ist. Aber man überschätzt sich dann doch schnell mal. Glücklicherweise ist nichts passiert, da sie nur mein Geld wollten und selbst das nicht bekommen haben. Inzwischen habe ich hier viel mehr Erfahrung und weiß, welche Gegenden ich abends lieber meiden sollte.

Tipp: Wenn sich die Anreise in der Nacht nicht vermeiden lässt, lohnt es sich, vorab einen Transfer zur Unterkunft zu buchen. Falls du doch einen Fußweg zurücklegen musst und dich nicht wohl fühlst, kannst du einen Fake Call mit einem imaginären Gesprächspartner tätigen und auf Englisch oder in der Landessprache behaupten, dass du gleich da bist. Meide zudem unbelebte Gebiete sowie dunkle Gassen. Und strahle Selbstbewusstsein aus, indem du gezielt in eine Richtung läufst.

8. Achte auf deine Wertgegenstände

Gerade in Ländern, in denen es hin und wieder zu Diebstählen kommt, solltest du auf Wertgegenstände verzichten. Lass den teuren Schmuck und die Designer-Sonnenbrille lieber im Safe des Hotels oder zu Hause liegen und nimm nur das Nötigste mit. Verstaue deinen Geldbeutel zudem so, dass man nicht so leicht an ihn herankommt. England ist eigentlich sehr sicher, aber in ärmeren Gegenden wie Südlondon oder einigen Städten in Nordengland würde ich dennoch nicht mit teuren Accessoires protzen.

9. Sei offen für Neues

Gerade, wenn man als Frau allein reist, kann man viel über sich erfahren. Nutze die Gelegenheit, über deinen eigenen Schatten zu springen und mal etwas Neues auszuprobieren. Sei es kulinarisch, sportlich oder bei einem Ausflug. Du wirst sehen, man erlebt die Dinge ganz anders, als wenn man mit Freunden oder dem Partner verreist.

Was ich besonders an Reisen nach England liebe, ist, wie einfach man mit Leuten ins Gespräch kommt. Als ich zuletzt im National Forest in einem Café saß und mir Scones & Cream Tee gönnte, wurde ich sogleich wegen meiner Kamera angesprochen und es ergab sich eine nette Diskussion über die schönsten Gegenden in Großbritannien. Solche Begebenheiten habe ich öfters und ich finde es extrem spannend, mit anderen Personen in Kontakt zu kommen und einen Einblick in ihr Leben zu erhalten.

10. Mach dir keinen Druck

Auf Reisen ist es oft so, dass die Erwartungshaltung riesig ist. Erwarte also nicht, dass sich deine Reise wie in dem Buch bzw. Film „Eat, Pray Love“ abspielt. Gehe stattdessen mit realistischen Erwartungen an deine Reise heran und freue dich darauf, etwas Neues zu erleben. Und wenn du mal keine Lust auf Sightseeing oder Ausflüge hast, ist das auch in Ordnung. Niemand zieht dich zur Rechenschaft, weil du mal einen Faulenzertag einlegst. Ich hatte auch schon Tage, wo ich einfach keine Lust hatte und lieber nachmittags im Hotelbett ein Nickerchen gemacht habe. Wenn du dich mal einsam fühlst, denke daran, es gibt unzählige Menschen, die auch allein reisen oder allein an einen neuen Ort ziehen. Du wächst daran!

11. Mach das, auf das du Lust hast

Als Frau allein zu verreisen hat den großen Vorteil, dass du entscheidest und niemand anderes! Also nutze die Gelegenheit und mache all das, auf das du Lust hast! Du möchtest dich schick anziehen und in ein Konzert gehen, dann mach das! Oder wolltest du schon immer mal Surfen lernen, dann hast du jetzt die Gelegenheit dazu. Aber auch, wenn du einfach am Pool chillen und dir danach eine Massage gönnen möchtest, ist das ok. Denn du entscheidest!

Du siehst, wenn du ein paar Punkte beachtest, ist es ganz einfach als Frau allein zu verreisen. Und was ist die Alternative? Allein zu Hause zu verbringen sicher nicht. Mit einer Portion Mut und einer gewissen Offenheit schaffen das alle Alleinreisenden. Oft macht man sich viel zu viele Gedanken und am Ende hat sich von den Befürchtungen nichts bewahrheitet. Stattdessen hatte man eine tolle Reise, mit vielen spannenden Erlebnissen und neuen Bekanntschaften.

Wie finde ich einen guten Wanderrucksack?

Wie finde ich einen guten Wanderrucksack?

In Großbritannien gibt es insgesamt 15 Nationalparks, die man am besten bei einer Wandertour erkundet. Einige der bekanntesten sind sicherlich Dartmoor, Snowdonia, die Yorkshire Dales und der Lake District. Mein Lieblingsnationalpark bisher ist jedoch der Cairngorms Nationalpark in den schottischen Highlands. Allgemein bin ich ein großer Fan der schottischen Landschaft, die zum Wandern geradezu einlädt. Hinzu kommen diverse Wanderwege entlang der Küste und National Trails – etwas der «South West Coast Path». Dieser führt von Minehead in Somerset entlang der Küsten von Devon und Cornwall nach Poole Harbour in Dorset. Mit 1014km ist er der längste ausgeschilderte Fernwanderweg in Großbritannien.

Auch wenn es nicht darum geht, den Mount Everest zu besteigen, ist eine gute Ausrüstung für die Wanderungen dennoch wichtig. Gerade ich als «City Girl» bin meist eher in Jeans und Turnschuhen unterwegs. Daher habe ich mich in den letzten Monaten vermehrt mit dem Thema «Wanderausrüstung» auseinandergesetzt. Insbesondere ein guter Wanderrucksack war mir wichtig. Er sollte nicht zu groß sein, aber groß genug, dass ich alles Wichtige unterbringe – etwa eine Kamera, Regenjacke, Wasserflasche, Sonnenbrille, etwas zu Essen usw.

Was macht für mich einen guten Wanderrucksack aus?

Zunächst einmal begab ich mich auf eine allgemeine Recherche bei Google und stellte fest, dass es Wanderrucksäcke für und Damen und Herren gibt. Dabei stellte sich mir die Frage: Liegt es nur an der Farbe oder was ist der Unterschied? Bei genauerer Betrachtung war es in erster Linie tatsächlich das Design: bunte Farben und mit Blümchen. Nicht so mein Fall, daher fokussierte ich mich nun auf die «Unisex-Modelle».

Relativ schnell, wurde mir klar, was mein neuer Wanderrucksack so können sollte. Möglichst leicht sollte er sein, kompakt und wasserabweisend. Zudem sollte er über verschiedene Fächer verfügen, in denen ich meine Kamera, vielleicht mal den Laptop und auch Dinge wie eine Sonnenbrille so unterbringen kann, dass ich schnell rankomme. Um Rücken- und Schulterschmerzen zu vermeiden, war mir zudem ein ergonomisches Tragesystem wichtig. Ein Brust- und Hüftgurt wären für Wanderung sicher ebenfalls hilfreich. Wenn möglich sollten diese aber abnehmbar sein, damit ich den Rucksack auch mal so verwenden kann – etwa bei einer Städtereise. Daher spielt auch das Design eine Rolle: Hübsch sollte er halt auch sein! Eine Halterung für meine Wanderstöcke wäre das i-Tüpfelchen.

Kriterien im Überblick:

  • Kompakt (ca. 20-30 Liter)
  • Leicht
  • Ergonomisch
  • Praktische Aufteilung, idealerweise auch mit Laptopfach
  • Abnehmbare Brust- und Hüftgurts
  • Wasserabweisend
  • Elegantes und zeitloses Design
  • Stockhalterung (optional)
  • Preis: 80-120 EUR

Weitere wichtige Kriterien waren Preis und Qualität. Preislich wollte ich circa 80-120 EUR ausgeben. Und nach einer kurzen Recherche hatte ich einen guten Überblick, welche Marken hinsichtlich Qualität für mich in Frage kamen:

Top Marken für Wanderrucksäcke:

  • 2117 of Sweden
  • Bergans
  • Berghaus
  • Burton
  • Chrome
  • Deuter
  • Fjällräven
  • Haglöfs
  • Jack Wolfskin
  • Lundhags
  • Mammut
  • Millican
  • North Face
  • Osprey
  • Pacsafe
  • Patagonia
  • Low Alpine
  • Salewa
  • Thule
  • Vaude

Das Angebot: so viele Wanderrucksäcke!

Die Auswahl an Wanderrucksäcken im Internet ist riesig. Zunächst einmal habe ich auf der Webseite von Amazon.de* geschaut, was es dort für Wanderrucksäcke im Angebot gibt. Immerhin ist Amazon der größte Online-Händler weltweit und verfügt über eine riesige Produktauswahl. Dabei sind mir folgende Modelle ins Auge gestochen.

Vaude Wizard 24+4

Vorteile:
• belüftete Schulterriemen
• gepolsterter Hüftgurt mit Tasche
• Organizer in aufgesetzter Fronttasche
• zwei Stretch-Seitentaschen
• seitliche Kompressionsgurte
• Stockhalterung
• diverse Farbkombinationen

Nachteile:
• Hüftgurt nicht abnehmbar

Preis: 95.00 EUR (aktuell im Angebot für 74.20 EUR)

The North Face Borealis

Vorteile:
• gepolsterte Schulterriemen
• Organizer in aufgesetzter Fronttasche
• zwei Seitentaschen
• seitliche Kompressionsgurte
• abnehmbare Hüftgurte
• diverse Farbkombinationen

Nachteile:
• Keine Stockhalterung

Preis: 100 EUR

Deuter Futura 28 Rucksack

Vorteile:
• gepolsterte Schulterriemen
• ergonomische Hüftflossen
maximale Belüftung durch Rückennetz
• Zwei Seitentaschen
• seitliche Kompressionsgurte
• Regenschutz

Nachteile:
• Keine Stockhalterung
• Hüftgurte nicht abnehmbar

Preis: 94.80 EUR

Spezialseiten für Wanderrucksäcke

Die erste Auswahl war schon mal nicht schlecht. Was mich auf Amazon jedoch etwas störte, waren die minimalistischen Produktbeschreibungen. Zudem fragte ich mich: Sind das auch wirklich die besten Wanderrucksäcke, die dort gelistet sind? Eine detailliertere Recherche war erforderlich. Dabei stieß ich auf folgende Anbieter, die sich dem Thema «Wandern» voll verschrieben haben:

Diese Auswahl gefiel mir schon deutlich besser. Hier konnte ich aus einer Vielzahl an Rucksack-Kategorien wählen: z.B. Tagesrucksäcke, Fotorucksäcke, Trekkingrucksäcke und Tourenrucksäcke. Zudem war es möglich nach bestimmten Kriterien wie Größe, Tragesystem, Farbe, Trinksystem usw. zu filtern. Allgemein machten die beiden Seiten einen professionellen Eindruck und mir gefielen die sehr detaillierten Produktbeschreibungen. Auf berg-freunde.de* hat man sogar die Möglichkeit, einen Experten oder eine Expertin anzurufen und zum Produkt zu befragen. Das ist doch mal ein super Service!

Bei dieser tollen Auswahl war es gar nicht so einfach, sich für ein Modell zu entscheiden. Folgende drei Tages- bzw. Wanderrucksäcke kamen für mich in die engere Auswahl. 

JACK WOLFSKIN – Moab Jam 24 – Daypack

Vorteile:
• komfortables Tragesystem mit gepolsterten Gurten
•  gute Ventilation
• Frontfach, Seitenfächer
• sehr leicht
• reflektierenden Elemente
• inkl. Regenhülle

Nachteile:
• keine Stockhalterung

Preis: 99.95 EUR (aktuell im Angebot für 84.96 EUR)

LUNDHAGS – Håkken 20 – Daypack

Vorteile:
• leicht und kompakt (etwas kleiner als die anderen Modelle)
• abnehmbarer Brust- und Hüftgurt
• separates Fach für Laptop
• inklusive Stockhalterung
• praktischer Griff vorne
• kein Plastik

Nachteile:
• kein Regenschutz
• keine Kompressionsriemen

Preis: 119.95 EUR (aktuell im Angebot für  77.97 EUR)

OSPREY – Quasar 28 – Daypack

Vorteile:
• gepolsterte Schulterträger
• Brustgurt und Hüftgurt
• Frontfach & Notebook-Fach
• stark wasserabweisend
• Kompressionsriemen

Nachteile:
• kein abnehmbarer Hüftgurt
• keine Stockhalterung

Preis: 89.95 EUR (aktuell im Angebot für 80.96 EUR)

Und welcher Wanderrucksack wurde es nun?

Jetzt wirst du dich sicherlich fragen, welcher Wanderrucksack es nun geworden ist. Ich schwanke noch zwischen dem Ruckssack von Jack Wolfskin und dem von Lundhags. An sich kann man diese kaum miteinander vergleichen. Der Rucksack von Jack Wolfskin scheint der perfekte Allrounder zu sein. Super auch, dass man den Hüftgurt entfernen kann. Der Rucksack von Lundhags gefällt mir optisch am besten und auch hier kann man den Hüftgurt abnehmen. Allerdings verfügt er nicht über ganz so viel ergonomischen Komfort wie einige der anderen Modelle und auch der Regenschutz fehlt. Diesen könnte man aber einfach dazu kaufen. Update folgt!

Häufig gestellte Fragen zu Reisen nach England

Häufig gestellte Fragen zu Reisen nach England

Vielleicht reist du das erste Mal nach England und bist daher etwas verunsichert. Gerade die erste Städtereise nach London kann sehr aufregend sein, wenn man noch nie in einer so großen Metropole war. Aber keine Sorge, die folgenden Antworten sollten die meisten deiner Fragen klären. So steht einer entspannten Reise nach England nichts mehr im Weg!

1. Reicht ein Personalausweis, um nach England zu fliegen?

Aktuell kannst du sowohl mit dem Personalausweis als auch mit dem Reisepass nach England reisen. Eines der beiden Dokumente reicht aus. An großen Flughäfen wie London Heathrow kann es bei der Passkontrolle mit dem neuen biometrischen Reisepass etwas schneller gehen, da man diesen selbst scannen kann. Ob es nach dem Brexit noch möglich ist, mit dem Personalausweis einzureisen, hängt ganz von den Verhandlungen im kommenden Jahr ab.

2. Kann ich in England mit meiner EC-Karte bezahlen?

Du kannst in England problemlos in Geschäften, Restaurants und Hotels mit der EC-Karte (Maestro) bezahlen. Wenn du dir ein Auto mietest, empfiehlt es sich jedoch, eine Kreditkarte dabei zu haben, da diese für das Hinterlegen der Kaution oft obligatorisch ist. Wichtig ist zudem, die Gebühren der Karte im Auge zu haben. Bei den EC-Karten wird pro Zahlung oft ein fixer Betrag (z.B. 1,50 EUR) fällig und bei Kreditkarten ein Prozentsatz (in der Regel 1-2 Prozent). Je nach Betrag kann das einen großen Unterschied machen. Daher am besten kleinere Beträge mit der Kreditkarte zahlen und größere mit der EC-Karte. Mit einer Kreditkarte von
DKB* und von Santander* kannst du übrigens weltweit kostenlos bezahlen.

3. Kann ich in England mit Euro bezahlen?

Die Landeswährung in Großbritannien ist das Pfund Sterling (GBP). Daher kann auch nicht in EUR bezahlt werden. Das Pfund ist in 100 Pence unterteilt. Es sind nur wenige Banknoten im Umlauf, die in 5 GBP, 10 GPB, 20 GBP und 50 GBP unterteilt sind. Bei den Münzen gibt es 5-, 10-, 20- und 50-Pence-Münzen sowie 1- und 2-Pfund-Münzen. Die Schottische 1-Pfund-Note wird außerhalb von Schottland nicht angenommen.

4. Ist es möglich in England mit der EC-Karte Geld abzuheben?

Du kannst in England an fast jedem Geldautomaten problemlos mit deiner Maetro-Karte Geld abheben. In der Regel befindet sich an den Geldautomaten das Mastro-Zeichen, so dass du dies leicht erkennen kannst. Beim Abheben können jedoch hohe Gebühren (oftmals 5 oder 10 EUR) anfallen. Daher am besten gleich einen höheren Betrag abheben und weitere Gebühren zu vermeiden.

Deutlich günstiger geht das Abheben mit einer Kreditkarte von einer Direktbank, bei der weltweit beim Abheben an Geldautomaten keine Gebühren anfallen. Auch hier stechen die Karten von der DKB* oder Santander* am meisten hervor. Ich selbst nutze seit Jahren die DKB-Kreditkarte für meine Reisen.

5. Wie viel Trinkgeld gibt man in England?

In Großbritannien ist es normal, Kellnern ein Trinkgeld von 10 bis 15 Prozent zu geben. Doch aufgepasst: Viele Restaurants verrechnen das Trinkgeld automatisch als Service-Gebühr. Daher am besten kurz die Rechnung checken, ob bereits eine Service-Gebühr enthalten ist. Dann brauchen sie kein zusätzliches Trinkgeld geben. In Pubs und Bars ist es unüblich Trinkgeld zu geben, dafür holt man sein Getränk auch selbst an der Theke.

Auch Taxifahrern gibt man in der Regel 10 bis 15 Prozent Trinkgeld. Trägt jemand im Hotel Ihren Koffer aufs Zimmer reicht jedoch eine kleine Aufmerksamkeit von etwa 2 Pfund.

6. Wo kann ich Euro in Pfund umtauschen?

Wer sein Geld umtauschen möchte, kann dies bei seiner Hausbank machen oder vor Ort in England. Da der Umtausch vor Ort grundsätzlich günstiger ist, solltest du zu Hause höchstens einen kleinen Betrag (z.B. 100 Pfund für den ersten Tag) umtauschen. Wechselstuben wie Travelex, American Express oder Chequepoint haben in England ein großes Netzwerk an guten Wechselstuben. Aber auch der Retailer Marks & Spencer hat in vielen seiner Geschäfte Wechselstuben.

Private Wechselstuben haben oft flexiblere Öffnungszeiten als Banken. Allerdings können die Kommissionsgebühren hoch sein. Daher am besten, die Angebote vergleichen. Eine gute Alternative zum Geldwechsel ist der Gang zum Geldautomaten. Das kommt in der Regel deutlich günstiger – insbesondere, wenn du gleich einen größeren Betrag abhebst oder über eine Kreditkarte verfügst, die kostenloses Geldabheben im Ausland ermöglicht (siehe Punkt 4).

7. Kann ich mit meinem Hund nach England reisen?

Noch vor einigen Jahren war es ein Alptraum mit Haustieren nach England zu reisen. Als ich 2008 nach London zog, brauchte ich acht Monate Vorbereitung für alle Impfungen und durfte dann für die Reise nur bestimmte Strecken nutzen. Am Schluss stand ich trotz aller Vorbereitung dennoch in Holland und durfte nicht auf die Fähre. Fliegen war damals außer Frage. Es gab nur einen möglichen Flug ab Frankfurt. Inzwischen ist es einfacher geworden, insbesondere für EU-Bürger.

Wenn du aus einem EU-Land kommst und mit deinem Hund nach England reist, musst du darauf achten, dass dieser eine Identifikationsnummer tätowiert hat oder diese auf einem Mikrochip hat. Zudem solltest du für dein Haustier einen EU-Heimtierausweis sowie eine Tollwutimpfung und Bandwurmbehandlung (1-5 Tage vor Einreise) nachweisen können. Bei fünf oder mehr Hunden gelten andere Regelungen.

AKTUELL: Nach Aussage der offiziellen Seite der britischen Regierung wird sich an der Mitnahme von Haustieren bis mindestens 2021 erst mal nichts ändern.

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