Top 10 Sehenswürdigkeiten in England

Top 10 Sehenswürdigkeiten in England

Viele denken bei Sehenswürdigkeiten in England vor allem an die bekannten Touristenmagnete in London wie den Buckingham Palace oder die Tower Bridge. Dabei bietet England auch außerhalb der Hauptstadt viele Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Stonehenge, die Kathedrale von Canterbury und der Hadrianswall sind nur einige davon. Neben berühmten Bauwerken locken auch landschaftliche Highlights – darunter bekannte Nationalparks und außergewöhnliche Gartenanlagen – viele Besucher aus England und dem Ausland an.

Im Folgenden findest du die 10 berühmtesten Sehenswürdigkeiten in England:

1. Buckingham Palace

Der 1703 erbaute Buckingham Palace ist das zu Hause der englischen Königsfamilie und liegt im Herzen von London. Der Palast dient jedoch nicht nur also Wohnsitz für Königin Elisabeth II. und ihrem Gemahl Prinz Philip, sondern wird auch für offizielle Staatsanlässe genutzt. Ist ein Staatsoberhaupt eines anderen Landes zu Gast im Vereinigten Königreich wird er im Buckingham Palace von der Queen empfangen.

Während der Sommermonate haben Touristen die Möglichkeit, die prunkvollen Staatsgemächer zu besichtigen. Die Räume sind mit den größten Schätzen der königlichen Sammlung geschmückt, darunter befinden sich Gemälde von Rembrandt und Rubens. Zudem findet über die Sommermonate eine Sonderausstellung statt, die einen Einblick in das königliche Leben bietet und jährlich wechselt.

Für eine Besichtigung der Staatsgemächer zahlen Erwachsene £26.50 und Jugendliche unter 17 Jahren £14.50. Für Senioren und Studenten kosten die Tickets £24.00. Für Kinder unter 5 Jahren ist der Eintritt frei.

  • Es lohnt sich die Eintrittskarten für den Buckingham Palace im Voraus online zu bestellen.
  • Neben einer Besichtigung der Staatsgemächer, ist auch die Wachablösung (Changing of Guards) sehenswert. Diese findet um 11 Uhr statt. Allerdings nicht jeden Tag. Am besten schaust du vorab auf der Webseite.
  • Öffnungszeiten: 9.30-18.30 (25. Juli bis 4. Oktober), letzter Eintritt 16.15 Uhr
  • Anreise: U-Bahn-Haltestelle « James’s Park». Alternativ sind auch «Hyde Park Corner», «Victoria» oder «Green Park» möglich.

Du möchtest noch mehr erfahren? Hier geht es zum Artikel über den Buckingham-Palast.

Eine der Top Sehenswürdigkeiten in England: Buckingham Palace

2. Westminster Abbey

Westminster Abbey ist eine Kirche im Londoner Stadtteil Westminster, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Seitdem werden hier traditionell die englischen gekrönt und beigesetzt, was die Kirche zu einer der top Sehenswürdigkeiten in England macht. Neben wunderschönen Gemälden, Buntglasfenstern und anderen religiösen Artefakten beherbergt Westminster Abbey eine der wichtigsten Skulpturensammlungen Großbritanniens. Erwachsene zahlen vor Ort £24.00 und Kinder zwischen 6 und 17 Jahre £10.00 für den Eintritt. Für Studenten und Senioren kostet der Eintritt £21.00.  

  • Es lohnt sich, die Tickets online zu buchen. Zum einen sind sie online bis zu 15 Prozent günstiger, zum anderen vermeidest du gerade in der Hochsaison Warteschlangen.
  • Wenn du im Besitz des London Pass bist, ist das reguläre Ticket bereits inbegriffen.
  • Öffnungszeiten: 9:30 – 15:30 Uhr (Montag – Freitag) und 9:00 – 13:00 Uhr, (Samstag)
  • Aufgrund der täglichen Messen kann die Westminster Abbey zwischen 12:00 und 13:00 Uhr nicht betreten werden.
  • Anreise: U-Bahn-Haltestelle « James’s Park».
Westminster Abbey

3. Tower of London

Der Tower of London ist eine Ringburg, die den englischen Königen unter anderem als Residenz, Waffenkammer, Zoo, Gefängnis und Hinrichtungsstätte diente. Sie liegt im Osten von London und ist mit 2,5 Millionen Besuchern im Jahr die meistbesuchte kostenpflichtige Attraktion im Vereinigten Königreich.

Auch die britischen Kronjuwelen, die als wertvollste Sammlung von Diamanten und Juwelen überhaupt gelten, befinden sich im Tower of London und werden dort streng bewacht. Ausgestellt wird jedoch nur ein kleiner Teil des Schatzes, der verschiedene Kronen, Zepter, Reichsäpfel, Schwerter und Ringe umfasst.

Der Tower of London und die dort ausgestellten Kronjuwelen ziehen viele Besucher an. Die Tickets für Erwachsene kosten £28.90, Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren zahlen £14.40. Ermäßigte Tickets für Senioren und Studenten kosten £23.10 und Familientickets (2 Erwachsene + 3 Kinder) £72.20.
 

  • Es lohnt sich, die Tickets online zu buchen. Zum einen sind sie online günstiger, zum anderen vermeidest du so lange Warteschlangen.
  • Wenn du im Besitz des London Pass bist, ist der Eintritt zur London Tower Exhibition bereits inbegriffen.
  • Öffnungszeiten: März bis Oktober: 9.00-17.30 Uhr (Dienstag bis Samstag), 10.00-17.30 Uhr (Sonntag und Montag); November bis Februar: 9.00-16.30 Uhr (Dienstag bis Samstag), 10.00-16.30 Uhr (Sonntag und Montag)
  • Anreise: U-Bahn-Haltestelle «Tower Hill»
Tower of London

4. St Paul’s Cathedral

St. Pauls Cathedral gehört zu den größten Kathedralen der Welt und ist Sitz der Diözese London. Die Kathedrale ist eines der Wahrzeichnen Londons und wurde 1711 nach 40-jähriger Bauzeit fertiggestellt. 1981 gaben sich Lady Diana und Prinz Charles in St. Pauls das Ja-Wort.

Der Eintritt kostet für Erwachsene £20.00, Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren zahlen £8.50. Ermäßigte Tickets für Senioren und Studenten kosten £17.50 und Familientickets (2 Erwachsene + 3 Kinder) £48.50 bzw. (1 Erwachsener + 3 Kinder) £34.00.

  • Die Tickets sind in der Regel günstiger, wenn du diese vorab online kaufst.
  • Zudem sparst du dir durch den Online-Kauf lange Warteschlangen, da du bevorzugten Eintritt hast.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 8.30-16 Uhr
  • Bei besonderen Feiern oder Gottesdiensten kann die Kathedrale nur teilweise oder gar nicht begehbar sein.
  • Gottesdienste: Sonntag
  • Führungen: 11 Uhr, 11.30 Uhr, 13.30 und 14 Uhr
  • Anreise: U-Bahn-Haltestelle « Paul‘s»

London St Pauls Cathedral

5. Hadrianswall

Von 122 bis 128 nach Christus ließ Kaiser Hadrian diesen Grenzwall im Norden Englands errichten, der die römische Provinz Britannia vor Übergriffen von irischen und schottischen Stämmen schützen sollte. Der Hadrianswall ist eines der eindrucksvollsten Bauwerke des römischen Imperiums. Die Mauer führt im dünn besiedelten Norden Englands von Küste zu Küste und einst auch entlang der Grenze zu Schottland, die sich inzwischen jedoch verschoben hat. Das Gebiet zwischen der schottischen Grenze und dem Hadrianswall ist einsam und wird zum Großteil vom Northumberland National Park eingenommen.

  • Erkundung: Du kannst den Hadrianswall sowohl mit dem Auto, dem Bus oder zu Fuß erkunden. Im Sommer verbindet zudem ein Shuttle-Bus alle wichtigen Sehenswürdigkeiten.
  • Wandern: Der Hadrians Wall Path erstreckt sich von Küste zu Küste: Von Bowness im Westen bis Newcastle-upon-Tyne im Osten. Besonders reizvoll ist dabei der Abschnitt zwischen Birdoswald und Chester.
  • Touren: Vom schottischen Edinburgh und dem nordenglischen Newcastle gibt es Halbtages- und Ganztages-Touren zum Hadrianswall. Weitere Informationen dazu findest du hier*.

Hadrianswall

6. Stonehenge

Die Grabanlage Stonehenge befindet sich in der Grafschaft Wiltshire, stammt aus der Jungsteinzeit und gehört seit 1986 zum UNESCO-Welterbe. Der Steinkreis in Stonehenge ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in England und wurde zwischen 2.800 und 1.500 v. Chr. errichtet. Die Bauphase zog sich über ein Jahrtausend hin und verschiedene Völker und Stämme waren am Bau beteiligt. Bis heute hat der Steinkreis nichts von seiner geheimnisvollen Magie verloren.

Die Tickets* für eine Besichtigung von Stonehenge kosten für Erwachsene ca. 23 EUR (je nach Wechselkurs). Senioren über 60 sowie Schüler und Studenten mit gültigem Ausweis zahlen circa 20.50 EUR. Der Eintritt für Kleinkinder ist kostenlos.  

  • Anreise: Von Salisbury und Devizes fahren täglich Busse nach Stonehenge. Salisbury liegt nur 1,5 Stunden Zugfahrt von London entfernt. Statt mit dem Zug kannst du Stonehenge auch bequem mit dem Auto erreichen. Die Fahrzeit beträgt von London beträgt etwa 1 Stunde und 45 Minuten.
  • Touren: Von London aus gibt es diverse Touren nach Stonehenge*, so dass du bei einer Reise nach London auch einen Tagesausflug nach Stonehenge machen kannst.
  • Reisezeit: Ein Besuch von Stonehenge lohnt sich! Gerade im Sommer befinden sich rund um den Steinkreis daher viele Touristen. Wenn du etwas mehr Ruhe haben möchtest, besuchst du den Steinkreis lieber in der Nebensaison.
Eine der top Sehenswürdigkeiten in England: Stonehenge

7. Eden Project

Das Eden Project ist ein etwa 50 Hektar großer botanischer Garten in Cornwall, der zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Englands zählt. Er befindet sich etwa acht Kilometer nordöstlich der Stadt St. Austell. Eröffnet wurde die Anlage am 17. März 2001. Seitdem zieht sie jährlich bis zu 1 Millon Besucher an. Viele davon Urlauber, die ihren Sommer im sonnigen Cornwall verbringen.

Die Anlage umfasst zwei riesigen Gewächshäuser, die aus jeweils vier geodätischen Kuppeln bestehen. Sie sind aktuell die größten Gewächshäuser der Welt und simulieren verschiedene Vegetations- und Klimazonen – zum Beispiel «tropisch-feucht», «subtropisch-trocken» und «mediterran». Ziel ist es, hier natürliche Umgebungen nachzuahmen und Pflanzen sowie Tiere aus den verschiedenen Klimazonen unterzubringen. Die Idee dafür stammte von dem Archäologen Tim Smith.

  • Eintritt: Erwachsene zahlen £28,50 und Kinder von 5-16 Jahren £15. Das Familienticket kostet £75. Wer vorab online bucht, zahlt etwas weniger. Weitere Informationen sowie eine Übersicht der Tickets findest du auf der offiziellen Webseite.
  • Reisezeit: Das Eden Project kann man das ganze Jahr besichtigen. Das Gelände um die Gewächshäuser herum ist ebenfalls bepflanzt und mit Statuen ausgestattet. Dieses ist im Frühling und Sommer natürlich schöner anzuschauen, als im Herbst oder Winter.
  • Interessant zu wissen: Die Kuppeln der beiden Gewächshäuser dienten als Kulisse für den Film «James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag».
  • Abenteuerflair: Für Erwachsene ein gibt es einen Abenteuerbereich, z. B. mit einer Drahtseilrutsche, mit der man über die gesamte Anlage gleitet.
  • Anreise: Für die Anreise empfiehlt sich das eigene Auto oder ein Mietwagen. Es sind genügend Parkplätze vorhanden und das Personal weisst auf frei Plätze hin.

8. Lake District

Der Lake District ist einer von vierzehn Nationalparks des Vereinigten Königreichs. Er liegt in der Grafschaft Cumbria im Nordwesten Englands rund 130 km von Manchester entfernt.

Der Lake District besteht aus 12 großen und vielen kleineren Seen, die dem Nationalpark seinen Namen geben und sich um einen vulkanischen Kern gruppieren. Hier findest du mit dem Scafell Pike auch den höchsten Berg des Landes. Auch wenn dieser gerade mal auf 987 Meter über dem Meeresspiegel kommt sollte man ihn nicht unterschätzen. Die Berge im Lake District sind steil und aufgrund ihrer schroffen Felsen auch gefährlich.

Bereits seit über 200 Jahren zieht der Lake District Romantiker und Erholungssuchende aus allen Teilen des Landes an. Auf sie warten gemütliche Hotels, urige Pubs und unzählige Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen oder einfach nur zu entspannen. Die Berge und Wälder laden zu Rad- und Wandertouren ein und die Hotels bieten alles für einen erholsamen Aufenthalt.

  • Wandern: Der Lake District ist von einem dichten Netz an Wanderwegen durchzogen, insbesondere entlang der Berge und Seen.
  • Bergbesteigung: Besonders beliebt ist die Besteigung der größeren Berge, der so genannten „Dreitausender“ (gemeint sind Fuß): Scafell, Scafell Pike, Helvellyn und Skiddaw.
  • Tipp: Unter der Woche und außerhalb der Hauptsaison ist es möglich, von den Gipfeln ganz alleine die Aussicht zu genießen
  • Outdoor-Sport: Neben Wanderern kommen auch Drachenflieger und Wassersportler im Lake District auf ihre Kosten.
  • Unterbringung: Rund um den Nationalpark hat sich eine Vielzahl guter Hotels und Bed & Breakfasts.
Lake District_North West England

9. Die Kathedrale von Canterbury

Die Kathedrale von Canterbury ist eine gotische Kirche, die mit der Abtei St. Augustinus und der St. Martins-Kirche seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Darüber hinaus ist sie die Mutterkirche von weltweit über 70 Millionen Anglikanern. Seit Heinrich VIII. mit dem Papst und der römisch-katholischen Kirche brach, ist der Erzbischof von Canterbury das Oberhaupt der anglikanischen Kirche. Er allein hat das Recht, Monarchen zu krönen und damit deren Herrschaftsanspruch zu legitimeren. Die Kathedrale gilt neben der Westminster Abbey in London als schönster sakraler Bau Großbritanniens.
 

  • Eintritt: Ein Besuch der Kathedrale ist £12 nicht ganz günstig. Die Tickets können vor Ort oder über die offizielle Webseite erworben werden.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11.00 – 16.00 Uhr, Sonntag 12.00 – 16.00 Uhr
  • Anreise: Die Fahrt von London nach Canterbury dauert mit dem Schnellzug nur eine Stunde und mit der Regionalbahn 1,5 Stunden. Mit dem Auto erreichst du Canterbury von London innerhalb von 1,5 Stunden über die M2.
  • Touren: Von London gibt es diverse Touren zur Kathedrale von Canterbury. Meist sind dies Halbtages- oder Ganztagestouren, bei denen du auch noch einen Abstecher zu den Kreidefelsen von Dover oder dem Leeds Castle machst. Weitere Informationen findest du hier*.
Canterbury

Windsor Castle

Windsor Castle ist die Lieblingswochenend-Residenz der Queen und gleichzeitig das größte durchgängig bewohnte Schloss der Welt. Aufgrund seiner Größe, der Opulenz und der Gartenanlagen wird Windsor Castle auch das „englische Versailles“ genannt. 1992 brach in der Privatkapelle der Königin ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete. Neun der wichtigsten Staatsgemächer wurden zerstört und weitere 100 Räume stark beschädigt. Die Kosten für die Renovierung betrugen 37 Millionen Pfund.

Besucher erhalten Zugang zu den Prunkräumen sowie St. George’s Chapel. Zudem kannst du das unglaublich detailgetreue Puppenhaus von Queen Mary bestaunen. Sommer-Besucher haben darüber hinaus die Gelegenheit, der Wachablösung zuzuschauen. Die Tickets kosten für Erwachsene £23.50 und für Kinder circa £13.50. Senioren und Studenten zahlen £21.20.
 

  • Tickets: Es lohnt sich, die Tickets online zu buchen. Zum einen sind sie online günstiger, zum anderen vermeidest du so lange Warteschlangen.
  • Anreise: Von London erreicht man Windsor Castle in unter einer Stunde.
Traumhaft schöner Sommertag in Windsor und Besuch des Windsor Castle.

Die besten Reiseführer für England

15 Fakten über Westminster Abbey

15 Fakten über Westminster Abbey

Westminster Abbey ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in London, immerhin wurde hier Königin Elisabeth II. gekrönt. Doch was macht die Kirche eigentlich so besonders? Ich habe in einem kurzen Steckbrief die 15 spannendsten Fakten über die Westminster Abbey zusammengetragen.

1. Hier werden Könige gemacht

Seit Wilhelm dem Eroberer wurden alle Könige von England bzw. des Vereinigten Königreichs in Westminster Abbey gekrönt. Die Krönung erfolgt traditionell durch den Erzbischof von Canterbury.

2. Grabstädte der Könige

Bis zu Georg II. wurden fast alle Könige in der Westminster Abbey beigesetzt. Zu den bekanntesten gehören Heinrichs VII und seine Gemahlin Elizabeth of York sowie Elisabeths I. und ihre Widersacherin die schottische Königin Maria Stuart. Seit dem 18. Jahrhundert dient St George’s Chapel auf Windsor Castle als Grabanlage der englischen Könige.

3. Sonderstellung als Eigenkirche

Aufgrund ihrer Funktion als «Königsmacherin» gehört die Westminster Abbey keiner Diözese an, sondern ist eine Eigenkirche der britischen Monarchie («royal pecular»). Der Dekan von Westminster wird direkt vom britischen Monarchen berufen.

4. Mit Eduard dem Bekenner fing alles an

Die Westminster Abbey wurde zwischen 1045 und 1065 im romantischen Stil erbaut. Zuvor hatte sich auf dem Gelände bereits eine Benediktinerabtei befunden. Der König, Eduard der Bekenner, war bereits zu krank, um an den Feierlichkeiten zur Weihe am 28. Dezember 1065 teilzunehmen. Er wurde 1066 als erster König in einer Kapelle der Abtei beigesetzt.

5. Das gotische Meisterwerk

1245 gab Heinrich III. den Bau der heutigen Kirche in Auftrag, die im Stil der französischen Hochgotik erbaut wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Westminster Abbey kontinuierlich erweitert. Bis 1269 wurden Chor, das Querhaus und der östliche Teil des Langhauses vollendet. Die prachtvolle Kapelle Heinrichs VII wurde 1503-1509 im Perpendicular Style erbaut. Sie gilt als eines der schönsten spätgotischen Werke in Europa.

6. Zu guter Letzt: die Türme

Die beiden Haupttürme und die Fassade geben der Westminster Abbey ihr beeindruckendes Erscheinungsbild. Dabei wurden die Türme erst zwischen 1722 und 1745 errichtet.

7. Der Stein stammt aus Frankreich

Der größte Teil des für den Bau verwendeten Steines kam von Caen in Frankreich, der Isle of Portland und der Region Pays de la Loire in Frankreich. Für das Mauerwerk und die Böden wurde Purbeck-Marmor verwendet.

8. Die vier Tugenden der Westminster Abbey

Das Westportal bildet den Haupteingang und wird von Darstellungen der vier christlichen Tugenden – Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Friede – und darüber hinaus von zehn Märtyrern des 20. Jahrhunderts gerahmt.

9. Grab des unbekannten Soldaten

Inmitten der Könige befindet sich im Mittelschiff das Grab des Unbekannten Soldaten, der in der Erde französischer Schlachtfelder beigesetzt wurde. Laut einer Inschrift auf dem schwarzen Marmor liegt er dort, «weil er seinem Gott und Vaterland gut diente».

10. Das Who-Ist-Who der englischen Geschichte

Neben Königen sind in der Westminster Abbey auch viele berühmte Engländer bestattet. Darunter der Afrikaforschers David Livingstone, die Naturforscher Isaac Newton und Charles Darwin, der Dichter Ben Jonson sowie die Premierminister Andrew Bonar Law und Arthur Neville Chamberlain.

11. Die berühmte Dichterecke

Die Poets‘ Corner (Dichterecke) befindet sich im Querschiff der Westminster Abbey. Hier sind viele der bedeutendsten Dichter, Dramatiker und Schriftsteller begraben, darunter Chaucer, Tennyson, Browning, Longfellow, Dickens und Händel. Den Ursprung bildet das Grab Geoffrey Chaucers, der 1400 als erster Schriftsteller in der Westminster Abbey beigesetzt wurde. Dichtern wie William Shakespeare oder Lord Byron wurden Denkmäler, Büsten oder Gedenktafeln gewidmet.

12. Der Stone of Scone – Symbol der Einheit

Bis 1996 befand sich im Krönungsstuhl der Stone of Scone, auf dem jahrhundertelang die schottischen Könige gekrönt wurden. 1297 nahm Eduard I. den Schotten den Stein ab. 1996 wurde er offiziell an Schottland zurückgegeben und befindet sich seitdem im Schloss von Edinburgh. Der Stone of Scone gilt als ein Symbol für die Einheit der Königreiche England und Schottland.

13. Die „nachhaltige“ Orgel

Die Orgel der Westminster Abbey wurde erst 1937 anlässlich der Krönung Georgs VI. von der britischen Firma Harrison & Harrison erbaut. In dem Instrument wurde Pfeifenmaterial aus der Vorgängerorgel wiederverwendet, die 1848 von William Hill erbaut worden war. Die beiden Orgelgehäuse stammen aus dem Jahr 1895 und wurden noch für die Hill-Orgel angefertigt.

14. Platzmangel bei den Gräbern

Seit 1911 wurden aus Platzgründen zunehmend mehr Urnen bestattet, 1936 wurde dies schließlich zur Regel. Außer in der privaten Gruft der Dukes of Northumberland wurde seitdem keine Sargbestattung mehr in Westminster Abbey und ihrem Kreuzgang durchgeführt.

15. Museum mit zahlreichen Schätzen

In einem der ältesten Teile der Westminster Abbey, der Unterkirche aus dem 11. Jahrhundert, wurde 1908 ein Museum eingerichtet. Neben einer Sammlung königlicher Begräbnisgegenstände umfasst die Ausstellung einer Reihe mittelalterlicher Gläser, den Kröniginstuhl von Königin Marys II., Nachbildungen der Kronjuwelen sowie historische Bildnisse diverser englischer Könige und Königinnen.

Weitere Highlights der Ausstellung sind die Wachsfiguren von Horatio Nelson und William Pitt in ihren originalen Kleidungsstücken sowie ein Korsett von Königin Elisabeth I. Zudem befindet sich hier das älteste erhaltene Altarbild Englands: das Westminster Retable. Dieses stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde höchstwahrscheinlich für den Hochaltar der Westminster Abbey entworfen.

Besichtigung

Erwachsene zahen 24,50 EUR und Kinder (6-16 Jahre) 10,50 EUR für den Eintritt.

Tipp: Es lohnt sich, die Tickets online zu buchen. Zum einen sind sie online bis zu 15 Prozent günstiger, zum anderen vermeidest du gerade in der Hochsaison Warteschlangen.

Zu den Tickets*

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