Eigentlich geht es auf unserer Seite ja um England oder vielleicht noch Grossbritannien. Aber Irland? Da Irland viele Gemeinsamkeiten mit England hat, und das nicht nur aufgrund seiner Geschichte, liegt mir das Land sehr am Herzen. Wahrscheinlich geht es dir ebenso. Daher habe ich mich entschlossen, künftig auch immer mal wieder spannende Informationen zu Irland auf meiner Seite zu veröffentlichen. Den Anfang macht dieser Artikel über die beliebtesten und interessantesten Sehenswürdigkeiten in Irland.

1. Cliffs of Moher

Die Cliffs of Moher an der irischen Westküste sind nicht nur die berühmtesten Klippen des Landes, sondern auch eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Irland. Jährlich bestaunen über eine Million Besucher das Naturspektakel. Die Cliffs of Moher stecken sich über 7,5 Kilometer und ragen circa 200 Meter aus dem atlantischen Ozean heraus. Früher konnten sich besonders Mutige bis bis an den Rand der Klippen heranwagen. Inzwischen wurde zur Sicherheit der Touristen jedoch eine Schutzwand errichtet.

Die Gegend um die Cliffs von Moher eignet sich hervorragend zum Wandern. Zwischen Liscannoer und Doolin bestehen 20 Kilometer Wanderweg, die Besucher nicht nur entlang der Klippen führen, sondern auch Gelegenheit bieten, die einzigartige Tierwelt hautnah zu erleben. Papageientauscher und Kormorane sind nur sind nur zwei Vogelarten, die hier ihre Nistplätze haben.

2. Powersourt Gardens und Waterfalls

Nahe Dublin befindet sich das Powerscourt House, das stattliche Herrenhaus der aristokratischen Familie Wingfield. Berühmt ist aber weniger das Herrenhaus, sondern dessen Gärten und der nahegelegene Wasserfall. Die Gärten bestehen aus italienischen und japanischen Elementen und verschmelzen am Ende mit dem irischen Teil – der einzigartigen Landschaft der Wicklow Mountains. Etwa fünf Kilometer vom Powerscourt House befindet sich der 120 Meter hoher Wasserfall, der nicht nur der höchste in Irland ist, sondern auch zahlreichen Hollywood-Filmen als Kulisse diente.

19603 vermachte Königin Elisabeth I. die Ländereien von Powerscourt an Sir Richard Wingfield für seine Dienste in Frankreich, Portugal, Flandern und Irland. Dieser ließ auf dem Anwesen ein Herrenhaus und eine Parkanlage errichten. Im 19. Jahrhundert wurden das Anwesen und insbesondere die Gärten vom siebten Viscount von Powerscourt und dem gichtkranken Baumeister Daniel Robertson komplett neugestaltet. Bis zum heutigen Tag zeigen die Gärten vornehmlich die Handschrift der beiden.

Sehenswürdigkeiten Irland - Powerscourt House

3. Wicklow Mountains & Glendalough

Die Wicklow Mountains, südlich von Dublin, zählen aufgrund ihrer beeindruckenden Kulisse zu den top Sehenswürdigkeiten in Irland. Im Herzen der Wicklow Mountains befindet sich ein Tal mit zwei Seen und der ehemaligen Mönchssiedlung Glendalough, die im 7. Jahrhundert vom heiligen Kevin gegründet wurde. Noch heute sind der 33 Meter hohe Rundturm der Siedlung sowie einige der Gebäudeteile und Gräber gut erhalten. Die Klosteranlage und die atemberaubende Landschaft faszinieren nicht nur, sondern strahlen auch eine einzigartige Ruhe aus.

Wanderfreunde kommen im den Wicklow Mountains – insbesondere in der Gegend um Glendalough – voll auf ihre Kosten. Der Wicklow Way führt beispielsweise von Dublin über Glenadlough bis nach Clonegal. Ein noch schönerer Weg führt von Glendalough zum Upper Lake und um den See herum. Auf diesem Weg kannst du den Schlafplatz des heiligen Kevin besichtigen oder die Aussicht vom Aussichtspunkt „The Spinc“ genießen. Doch Vorsicht: Der Pfad zum Aussichtspunkt führt nahe an einer gefährlichen Felskante entlang und ist daher gut ausgerüsteten und erfahrenen Wanderern vorbehalten. Daneben gibt es viele kleinere Wanderrouten.

4. Boyne Valley: Newgrange & Monasterboice

Im Boyne-Tal, nördlich von Dublin und nahe der Stadt Drogheda, befindet sich gleich mehrere wichtige Sehenswürdigkeiten von Irland: Battle of the Boyne, Monasterboice und Newgrange.

Battle of the Boyne erinnert an ein entscheidendes Ereignis der irischen und nordirischen Geschichte. Am Fluss Boyne in der Nähe von Rosnaree konnte König Wilhelm III. von England den ehemaligen König von England Jakob II. aus dem Hause Stuart besiegen und die Insel Irland zurückerobern. Bei Monasterboice handelt es sich um eine Klosteranlage, die 1097 bei einem Feuer nahezu zerstört wurde und seitdem als Friedhof genutzt wird. Bekannt ist Monasterboice für den Rundturm und die drei Sandstein-Hochkreuze aus dem 9. Jahrhundert.

Besonders sehenswert ist Newgrange, das bekannteste Ganggrab Irlands. Vermutlich wurde Newgrange um 2.500 v. Chr. erbaut. 1962 wurde es vollständig wiederhergestellt und ist seit 1993 eingetragenes Weltnaturerbe. Bei einer Führung können Sie das Innere des Grabs besichtigen – sofern Sie nicht unter Platzangst leiden. Ein 19 Meter lang führt in eine kleine Halle, dort wird das Licht ausgeschaltet und der Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende demonstriert. Ein unvergessliches Erlebnis!

Anreise: Wer Newgrange besichtigen möchte, muss erst zum Besucherzentrum auf der anderen Seite des Flusses. Von dort fahren Shuttlebusse zu Newgrange und Knowth, einem weiteren Ganggrab.

5. Trim Castle

Trim Castle ist bekannt aus dem Film Braveheart und die größte normannische Burg in Europa. Sie befindet sich direkt am Fluss Boyne. Der Bau begann im Jahr 1172 unter Leitung von Hugh de Lacy, der durch die Architektur ein Gefühl der normannischen Stärke vermitteln wollte, um sich von den gälischen Iren abzugrenzen. Zusammen mit einem beeindruckenden, dreigeschossigen Bergfried, wurden Ringmauern und ein Torhaus errichtet, die von einem Wassergraben umschlossen wurden.

Nach einer Renovierung, die mehr als sechs Millionen Euro kostete, ist Trim Castle heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Man kann das Gelände auf eigene Faust erkunden, wobei die vielen Informationstafeln sehr hilfreich sind. Der beste Weg, um die Geschichte der Burg zu verstehen, ist jedoch eine Führung. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt sich in den Sommermonaten eine Besichtigung am Vormittag.

Sehenswürdigkeiten Irland

6. Kilkenny

Die Stadt Kilkenny im Südosten Irlands ist für das gleichnamige Bier und ihre vielen mittelalterlichen Bauten und berühmt. In der Nähe von Kilkenny befinden sich gleich mehrere interessante Sehenswürdigkeiten. Da wäre zum einen die Kathedrale von Canice, die zwischen 1202 und 1260 auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters errichtet wurde und die zweitgrößte in ganz Irland ist. Neben der Kathedrale erhebt sich ein 31 Meter hoher Rundturm, von dem aus sich ein toller Blick auf Kilkenny bietet. Des Weiteren befindet sich hier das Kilkenny Castle, das von 1204 von William de Marechal auf einem Hügel südlich des Stadtkerns erbaut wurde und von 1391 bis 1935 der Familiensitz des Adelsgeschlechts Ormond war.

7. Ring of Kerry

Der Ring of Kerry ist eine Straße, die rund um die Halbinsel Iveragh führt und zählt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Irland. Etwa zwei Drittel der 179 Kilometer langen Strecke führt am Atlantik entlang, so dass man während der Fahrt eine atemberaubende Aussicht hat. Allerdings sollte man sich beim Fahren nicht von der Aussicht ablenken lassen, denn die Straßen sind sehr schmal und kurvig. Lieber regelmäße Zwischenstopps einlegen, um die Aussicht zu genießen. Aufgrund der Lage am Golfstrom ist das Wetter auf der Halbinsel Iveragh für irische Verhältnisse recht mild und die Vegetation vielfältig. Daher verwundert es nicht, dass die Gegend im Sommer viele Urlauber anzieht.

Tipp: Die Insel „The Skellig“ außerhalb des Rings of Kerry wurde kürzlich berühmt. Es ist die Insel auf der Luke Skywalker im Film „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ lebt. Wer die Insel besuchen möchte, sollte jedoch früh aufstehen. Täglich dürfen nur 180 Personen auf die Insel übersetzen.

8. Blarney Castle

1210 wurde die im 10. Jahrhundert erbaute Holzburg durch einen Steinbau ersetzt. Die Burg diente dem König von Munster, Dermot McCarthy, als Familiensitz. 1646 nahmen die Truppen von Oliver Cromwell die Burg mittels Kanonenfeuer ein. Nach der Einnahme mussten sie jedoch feststellen, dass die Einwohner bereits durch drei lange Tunnel mit allen Wertgegenständen entkommen waren. Nach der Besteigung des Throns durch Karl II., gelang die Familie McCarthy wieder in den Besitz der Burg und blieb dies bis 1690 als alle irischen Adeligen enteignet wurden.

In Barney Castle befindet sich der Stein der Sprachgewandheit. Wer diesen Stein küsst, so die Legende, erhält die Gabe des freien Sprechens. Alles Unfug? Die zahlreichen Besucher, die den Stein täglich küssen, sehen dies sicher anders. Nicht umsonst ging der Begriff „Blarney“, der heute für unnötiges Gerede steht, in die englische Sprache ein.

9. Giant’s Causeway

In Nordirland befindet sich der »Damm der Riesen«. Diese spektakuläre Küstenlandschaft in der Nähe der nordirischen Stadt Derry gehört seit dem Jahr 1987 zum Weltkulturerbe und ist eine der top Sehenswürdigkeiten in Irland. Besucher können am Giant’s Causeway 37.000 unterschiedlich hohe Basaltsäulen mit einer sechs- bis zehneckigen Form bestaunen. Entstanden sind die Säulen vor ca. 60 Millionen Jahren aus Vulkanen. Sie fügen sich wie Stufen ineinander und fallen zum Meer hin ab. Der Legende nach hat sich hier der Riese „Fionn mac Cumhaill“ einen Weg gebaut, um sich mit einem Widersacher aus Schottland messen zu können.

Tipp: Fans der Serie Games of Thrones können auf der Game Of Thrones And Giants Causeway Tour* einige der Originalschauplätze der Serie besichtigen.

10. Killarney National Park

Der Killarney-Nationalpark liegt im Südwesten Irlands auf der Halbinsel Iveragh und nahe der Stadt Killarney. Er ist über 100 km² groß und umfasst die drei Seen Lough Leane, Muckross Lake und Upper Lake. Zudem befindet sich im Nationalpark einer der ältesten Eichenwälder Irlands. Neben den Eichen wachsen im Park auch Eiben, Moose, Flechten und Farne. Aufgrund des Einflusses des Golfstroms blühen hier zudem zahlreiche Pflanzen, die sonst nur im Mittelmeer anzutreffen sind, zum Beispiel Erdbeerbäume und Rhododendron-Sträucher.

Touristischer Mittelpunkt des Killarney-Nationalpark ist das Muckross House. Das Herrenhaus der Familie Herbert wurde 1843 errichtet und kann heute besichtigt werden. Es liegt am Ufer des Muckross Lake. In der Nähe von Muckross House befindet sich auch ein Touristenzentrum, von dem aus man das Museum „Kerry County Life Experience“ besuchen kann. Der Besucher erhält dort Einblick in das ländliche Leben um 1930 und kann Handwerkern bei der Arbeit zuschauen.

11. Die Burren

Nahe der Cliffs of Moher befindet sich die Karstlandschaft „die Burren“. Der Name „Burren“ ist aus dem irischen Wort »bhoireann« abgeleitet und bedeutet »steinig«. Die Landschaft im Norden der Grafschaft Clare trägt diesen Namen zu Recht. Das steinige Karstplateau ist von Erdspalten durchzogen. 1991 wurde auf 1150 ha der Burren-Nationalpark eingerichtet. Vor allem für Blumenliebhaber ist eine Wanderung durch „die Burren“ ein Abenteuer, denn obwohl die Landschaft trocken und dürr erscheint, wachsen hier Blumen, die sonst eher in den Alpen zu finden sind. Grund dafür sind ausgedehnte Höhlensysteme und Flüsse, die sich unter der Oberfläche befinden.

12. Rock of Cashel

Der Felsen „Rock of Cashel“, nahe der Stadt Cashel, gilt als Wahrzeichen Irlands. Er erhebt sich 65 m hoch und wurde schon im Altertum als Sitz von Feen und Geistern verehrt. Im 4. Jahrhundert eroberte der Clan der Eoghanachta, die späteren MacCarthys, den Felsen und baute ihn zum Herrschersitz der Könige von Munster aus. Dieser war auf Grund seiner erhöhten Lage von strategischer Bedeutung. Der Heilige Patrick machte die Festung im 5. Jahrhundert zum Bischofssitz. Die Ruinen, die man heute auf dem Hügel findet, stammen größtenteils aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

13. Dingle Halbinsel

Die Dingle Halbinsel bietet eine wunderschöne Landschaft, viele abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten und lange Sandstrände. Der „Ring of Dingle“ gilt als der kleine Bruder des „Ring of Kerry“ und bietet wie dieser einer herrliche Aussicht auf die Landschaft entlang der Küste. Die Stadt Dingle, die der Halbinsel den Namen gab, besitzt den größten Fischereihafen in ganz Irland. Eine besondere Attraktion ist jedoch ein Bootsausflug zum Delfin „Fungie“, der seit 1984 der berühmteste Einwohner der Halbinsel und Held von Gedichten und Dokumentationen ist.

14. Belfast

Belfast befindet sich nicht wirklich in Irland, sollte aber dennoch Bestandteil einer Irlandreise sein – vor allem da man die nordirische Hauptstadt innerhalb einer Autostunde von Dublin aus erreichen kann. Belfast ist nicht allzu groß. Die meisten Sehenswürdigkeiten wie das Rathhaus, Titanic Belfast, HMS Belfast und das Ulster Museum kannst du daher perfekt zu Fuß erkunden. Um einen Einblick in die bewegte Geschichte Belfast zu erhalten, empfiehlt sich die Fahrt mit einem der „Black Caps“ (35 GBP für 2 bis 3 Personen). Die Taxifahrer erzählt dir während der Fahrt vom Nordirland-Konflikt und zeigt dir die Peace-Line sowie andere interessante Orte der Stadt.

15. Dublin

Ein Besuch Irlands beginnt und endet meist in der Hauptstadt Dublin. Für Dublin solltest du auf deiner Reise auf jeden Fall einige Tage Zeit einplanen, denn hier gibt es jede Menge zu besichtigen. Allein im Guiness Storehouse kann man einen ganzen Nachtmittag verbringen. Hinzu kommen einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Irland – etwa das Trinity College, das Dublin Castle, das Gefängnis Kilmainham Gaol und das berühmte Viertel Temple Bar mit seinen vielen Pubs. Auch der Phoenix Park, in dem sich zudem der Zoo von Dublin befindet, ist sehr sehenswert.

 

Die besten Reiseführer für Irland:

Hat dir der Artikel gefallen? Dann teile ihn!

Follow

Get the latest posts delivered to your mailbox: