Die Grafschaft Devon

Die Grafschaft Devon

Die Grafschaft Devon liegt im Südwesten Englands, kurz vor Cornwall. Die Hauptstadt ist Exeter, die größte Stadt der Grafschaft ist jedoch Plymouth. Bekannt ist Devon vor allem für seine malerische Hügellandschaft, pittoreske Fischerdörfer und die beiden Nationalparks Dartmoor und Exmoor. Die Grafschaft ist eher ländlich geprägt, in ganz Devon leben gerade einmal 1.142.675 Menschen (Stand: 2012).

Neben den Wirtschaftssektoren Fischfang, Landwirtschaft und Bergbau sowie dem Dienstleistungs- und Finanzsektor gewinnt der Tourismus immer mehr an Bedeutung. Insbesondere die «Englische Riviera» mit den Küstenorten Torquay und Paignton ist bei Touristen beliebt. Neben vielen Briten ziehen Devon und die englische Südküste allgemein auch zahlreiche deutschsprachige Touristen an.

Englische Grafschaften

Devon ist zum einerseits eine zeremonielle Grafschaft und andererseits eine Verwaltungsgrafschaft. Was genau der Unterschied ist und welche Grafschaften es sonst noch in England gibt auffahrt Ihr hier.

Die Geschichte von Devon

Devon gehört zu den ersten Regionen Englands, die zum Ende der letzten Eiszeit besiedelt wurden. Bereits 6.000 v.Chr. gab es in Dartmoor die ersten Jäger und Sammler. Die Überreste der Dörfer sind zum Teil noch heute inmitten der englischen Landschaft zu bestaunen. Da sich der Boden nicht für Ackerbau eignet, wurde landschaftlich in den letzten Jahrtausenden nur wenig verändert, was Devon ideal für Archäologen macht. Viele Grabstätten und Steinkreise sind noch heute erhalten.

Im Mittelalter wurde Devon Schauplatz einiger der blutigsten Kämpfe auf den britischen Inseln. 1072 eroberten die Normanen mit Hilfe der Angelsachsen das damalige Kornwales und machten es sich untertan. Während dieser Zeit belagerte Wilhelm der Eroberer die Stadt Exeter. Weitere Belagerungen gab es im Jahr 1497 durch Perking Warbeck und im Englischen Bürgerkrieg (1642-1649). 1688 begann Wilhelm von Oranien seine Invasion in Brixham und zog mit seiner Armee durch Devon und Wiltshire bis nach London.

Seit Urzeiten gab es in Devon eine reiche Produktion an Kupfer und Zinn. Im 18. Jahrhundert entstanden die ersten Minen, die industriell ausgebeutet wurden. Noch heute können Besucher in der Nähe von Tavistock die größte Kupfermine der Welt besichtigen: die «Great Consols Mine». Die industrielle Revolution, die wie vielerorts große gesellschaftliche Veränderungen mit sich brachte, fand in Devon jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt. Heute sind wichtigsten Industriezweige der Fischfang, die Landwirtschaft und insbesondere der steigende Tourismus.

Top Sehenswürdigkeiten in Devon

1. Dartmoor

Im Süden der Grafschaft Devon liegt der Dartmoor Nationalpark, der über 900 Quadratkilometer hügelige Moor- und Heidelandschaft umfasst. Aufgrund seiner Moore und der häufigen Nebel hängt dem Nationalparkt etwas Mystisches an, weshalb er auch Schauplatz zahlreicher Filme und Romane wurde – etwa in «Hunde von Baskerville» von Sir Arthur Conan Doyle, aber auch bei Edgar Wallace und Alfred Hitchcock. Bekannt ist Dartmoor auch für seine zotteligen Wildpferde, die selbst im Winter im Freien ausharren.

2. Exmoor

In Nord-Devon liegt der Nationalpark Exmoor. Das hügelige Moorland hat seinen Namen vom Fluss Ex, der hier entspringt. Auch um das Exmoor ragen sich zahlreiche Legenden, etwa vom «Biest von Exmoor», das angeblich Schafe reißt. Die vielfältige Landschaft des Nationalparks ist Heimat vieler Wildtiere, darunter Hirsche, Rehe, zahlreiche Vogelarten und Otter. Zudem streifen vor allem im Sommer Ponyherden durch das Moor. Die Gegend ist ein Paradies für Reiter, die entlang der Küste über 480 Kilometer Reitwege nutzen können.

3. Torbay – die «Englische Riviera»

Aufgrund des milden Klimas wird Torbay an der Südküste Devons auch „englische Riviera“ genannt. Zu Torbay gehören die mediterran angehauchten Urlaubsorte Torquay, Paignton und Brixham. Die Gegend bietet ein Urlaubsflair, das man sonst nur aus südlicheren Urlaubsdestinationen kennt. Gleichzeitig findet man hier viele Bauwerke aus viktorianischen Zeiten, was Torbay einen ganz besonderen Charme verleiht. Ebenfalls interessant ist der Küstenort Dartmouth.

Anmerkung: Mich persönlich erinnert Torquay sehr an den Film «Dirty Dancing». Auf der einen Seite junge Leute (Sprachschüler), die Spaß haben möchten. Auf der anderen Seite viele englische Senioren, die hier entspannen möchten. Das alles in einem Setting aus einer anderen Zeit.

4. Clovelly

An der Nordküste Devons befindet sich das Fischerdorf Clovelly, dessen ursprünglicher Charme noch völlig erhalten ist. Strahlend weiße Cottages aus dem 16. Jahrhundert säumen die Straßen, die einen steilen Abhang hinunterführen und nicht von Autos befahren werden können. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Clovelly ist die alte Seerettungsstation von 1870.

Der Ort befindet sich in Privatbesitz. Für den Besuch muss daher ein jährlich festgelegter Eintrittspreis gezahlt werden, der zur Restauration der Gebäude und Straßen verwendet wird. Im Preis enthalten ist auch die Parkgebühr auf dem Gelände des Besucherzentrums sowie der Eintritt zum Kingsley Museum, zum historischen Fisherman‘s Cottage und zu den viktorianischen Gärten am Herrenhaus Clovelly Court.

Preise:
Eintritt: £7.50
Geführte Tour: £5

5. Plymouth

Die englische Küstenstadt Plymouth ist die größte Stadt Devons und schaut auf eine lange Geschichte zurück. Vor allem die Geschichte der Seefahrt ist beeindruckend – von Francis Drake über die spanische Armada bis hin zur Mayflower, die in Plymouth ihre Segel setzte und die ersten Pilger nach Amerika brachte.

Ob bei Regen oder Sonnenschein, in «Britain’s Ocean City» gibt es einiges zu sehen und erleben: Sehenswürdigkeiten, Shopping und Entertainment. Besonders sehenswert sind dabei das ursprüngliche Hafenviertel Barbican und der öffentliche Park Plymouth Hoe, von dem man einen umfassenden Blick auf die Bucht von Plymouth hat. Hier befindet sich auch der einstige Leuchtturm Smeaton’s Tower.

5. Jurassic Coast

Devon bietet 500 Kilometer Küste mit einigen der schönsten Sandstrände Englands – darunter Bigbury on Sea Beach, Bantham und Blackpool Sands. Sehenswert ist zudem die Jurassic Coast, die zum UNESCO Weltnaturerbe gehört und beeindruckende Fels- und Küstenformationen aufweist. Die Jurassic Coast reicht von der Landspitze Orcombe Point bei Exmouth in Devon bis zu den Old Harry Rocks bei Swanage in Dorset.

6. South West Coast Path

Die Grafschaft Devon bietet mehrere Fernwanderwege wie den South West Coast Path entlang der Küste oder den John Musgrave Heritage Trail bei Torquay. Der South West Coast Path ist der längste National Trai in Großbritannien. Er verläuft über 1.014 km (630 Meilen) von Minehead in Somerset, entlang der Küsten von Devon und Cornwall bis nach Poole Harbour in Dorset – und das immer an der Küste entlang.

8. Exeter

Devons Hauptstadt Exeter liegt am Fluss Exe und ist vor allem durch seine mittelalterlichen Kirchen geprägt. In der Kathedrale St. Peter kann das Exeter Book besichtigt werden, eines der wichtigsten Dokumente angelsächsischer Literatur. In Exeter befindet sich auch der älteste Park von England, die Northernhay Gardens. Weit über die Grenzen von Devon bekannt, ist zudem die University of Exeter. Zu den bekanntesten Alumni zählt die Starautorin Joanne K. Rowling.

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Plymouth

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Plymouth

Die englische Küstenstadt Plymouth schaut nicht nur auf eine lange Geschichte zurück, sondern verfügt auch über eine einzigartige Lage. Plymouth liegt zwischen der berühmten englischen South West Küstenlinie und dem Dartmoor Nationalpark. Man kann also vormittags ein Bad im Meer nehmen und den Nachmittag in den grünen Wiesen des Dartmoor wandern gehen und dabei Wildpferde und andere Tiere beobachten.

Ob bei Regen oder Sonnenschein, in «Britain’s Ocean City» gibt es einiges zu sehen und erleben: Sehenswürdigkeiten, Shopping, Entertainment und mehrere hundert Jahre Geschichte. Vor allem die Geschichte der Seefahrt ist beeindruckend – von Francis Drake über die spanische Armada bis hin zur Mayflower, die in Plymouth ihre Segel setzte und die ersten Pilger nach Amerika brachte.

Hier einige der besten Sehenswürdigkeiten von Plymouth.

1. City Centre

Bekannte Ladenketten, kleine unabhängige Shops, Kunstgalerien und ein überdachter Markt – das Zentrum von Plymouth ist der ideale Ort, um Besorgungen zu machen. Sehr schön fand ich die Innenstadt allerdings nicht.

2. Drake Circus

Noch mehr Shopping-Möglichkeiten findest du in der Drake Circus Shopping Mall. Hier kannst du auch gleich parken, wenn du dir Plymouth anschauen möchtest, denn die Mall und das dazugehörige Parkhaus befinden sich am oberen Ende der Fußgängerzone. Mit ihren über 70 Geschäften zieht die Mall Menschen aus der ganzen Umgebung an und ist auch bei schlechtem Wetter eine Option.

3. Plymouth Market

Lust auf einen Imbiss? Auf dem Plymouth Markt findest du selbstgemachte Gerichte – von veganen Tacos über Pizzas bis hin zu asiatischen Gerichten. An den 150 Ständen kannst du zudem frischen Fisch und Gemüse kaufen, aber auch Schmuck, Stoffe und handgemachte Gegenstände.

4. Plymouth Hoe

Plymouth Hoe ist ein öffentlicher Park, von dem man einen umfassenden Blick auf die Bucht von Plymouth hat. Angeblich hat Francis Drake hier noch sein Bowlsspiel beendet, bevor er zum Kampf gegen die sich in Sicht befindliche spanische Armada aufbrach. An Drake erinnert eine über drei Meter hohe Bronzestatue im Park.

Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich der Smeaton’s Tower. Der einstige Leuchtturm wird heute als Aussichtsturm genutzt. Etwas unterhalb von The Hoe liegt zudem das Art-Déco-Meerwasserschwimmbad Tinside Pool.

5. Barbican

Im Hafenviertel Barbican kannst du durch die Pflastersteinstraßen (die größte Anzahl in ganz England) streifen, in einem Café oder Pub verschnaufen und dich auf die Fußspuren einiger der berühmtesten Entdecker und Abenteurer begeben – darunter Sir Francis Drake, Charles Darwin und die Pilger, die 1620 die Mayflower nach Amerika bestiegen. In der Altstadt findest du viele kleine Läden, die zum Stöbern einladen.

7. Plymouth Gin Distillery

Bereits seit 1792 wird in Plymouth Gin produziert, zunächst vor allem für Angehörige der British Navy, die in der Hafenstadt stationiert waren. Durch die Royal Navy trat der Plymouth Gin dann auch seinen Siegeszug um die ganze Welt an. Soweit, dass der Plymouth Gin in den 1930er Jahren der am weitesten verbreitete war. Ende des 18. Jahrhundert wurde die Plymouth Gin Distillery (auch bekannt als Black Friars Distillery) im Stadtteil Barbican eröffnet, die noch heute Gin produziert. Im Obergeschoss befindet sich eine Bar, in der man den berühmten Gin probieren kann.

8. Plymouth Boat Trip

Was wäre ein Besuch in Plymouth ohne Bootsausflug. Von Barbican kannst du die Fähre zu den früheren Schmugglerdörfer Cawsand oder Kingsand nehmen und dort durch die bunten Straßen streifen oder am Strand verweilen. Alternativ kannst du auch einen Ausflug auf einem Fischerboot machen.

9. National Marine Aquarium

In Plymouth befindet sich auch das größte Aquarium im Vereinigen Königreich: das National Marine Aquarium Plymouth. Das Ozeanbecken ist 10,5 Meter tief und füllt 2,5 Millionen Liter Wasser. Es beherbergt große Ammenhaie, Sandtigerhaie und Zitronenhaie sowie Adlerrochen und amerikanische Stechrochen. Im kleineren Becken kannst du unter anderem Feuerfische, Anemonenfische sowie Kugelfische beobachten.

Öffnungszeiten: 10-17 Uhr (täglich)
Eintritt: £16.95 (Erwachsener), £12.95 (Kinder)

10. Mount Batten Centre

Wer wassersportbegeistert ist, sollte sich auf den Weg zum Mount Batten Centre begeben. Von Segeln über Stand Up Paddling bis hin zu Kajak fahren oder Windsurfen – das Zentrum bietet jede Menge Aktivitäten an, auch ausserhalb des Wassers.

Roadtrip: Mit dem Auto durch Südengland

Roadtrip: Mit dem Auto durch Südengland

Diesen Sommer verbrachte ich meine Ferien in Südengland. Da ich dabei möglichst viele unterschiedliche Orte und Gegenden sehen wollte, entschied ich mich für einen Roadtrip. Insgesamt übernachtete ich an sechs verschiedenen Orten. An einigen blieb ich nur eine Nacht, an anderen mehrere Tage oder sogar eine ganze Woche. Immerhin waren dies meine Ferien, daher wollte ich mich zwischendurch auch mal ausruhen. Zwischendurch unternahm ich Ausflüge in die Umgebung.

Vorbereitung der Reise

Die Route hatte ich mir bereits zu Hause grob überlegt und entsprechend schon die meisten Unterkünfte über booking.com* und Airbnb gebucht. Statt mit dem Auto aus Zürich anzureisen, entschied ich mich für einen Flug nach London Heathrow und einen Mietwagen für den Roadtrip. Gebucht habe ich diesen über billiger-mietwagen.de*. Bei der Auswahl war mir eine Automatik-Schaltung wichtig und die Fahrzeugklasse. Das Auto sollte nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein. Geeignet für schmale Straßen, mit genügend Komfort für längere Fahrten und Platz für das Gepäck.

Meinen Flug hatte ich extra so gebucht, dass ich mittags ankam und genügend Zeit hatte, um den Mietwagen abzuholen und mich noch vor der Rush Hour auf den Weg nach Bournemouth zu machen. Als ich landete war ich mega nervös. Zwar hatte ich schon in Irland und Schottland Erfahrung mit dem Linksverkehr gemacht, aber vor dem starken Verkehr in Südengland, insbesondere rund um London, hatte ich Respekt. Vor allem auch, weil ich immer etwas Zeit brauche, um mich an ein neues Auto zu gewöhnen. Der Verkehr war dann auch in der Tat sehr stark. Ich stand viel im Stau. Aber es ging alles gut.

Abholung des Mietwagens

Die Abholung des Mietwagens lief problemlos. Am Flughafen wartete bereits der Shuttebus von Sixt, der mich direkt zur Autovermietung brachte. Glücklicherweise hatte mir der Veranstalter per E-Mail einen Brief geschickt, aus dem hervorging, dass ich bereits alle relevanten Versicherungen habe. Diesen habe ich am Sixt-Schalter dann vorlegt, als das übliche «Upsale-Gespräch» begann. Damit hatte sich das Thema erledigt. In den letzten Jahren hatten mir Autovermietungen immer wieder Versicherungen aufgeschwatzt, die ich eigentlich schon hatte.

Über das Auto freute ich mich dann riesig: einen fünftürigen Mini Cooper. Das perfekte Auto für einen Roadtrip durch Südengland. Schnell und wenig, super geeignet für die schmalen Straßen an der Küste und im Kofferraum noch genügend Platz für meinen großen Koffer und den Rucksack. Da ich mit der Technik nicht vertraut war, brauchte ich ein paar Minuten, bevor es dann wirklich losging. Wer rechnet auch damit, dass das Auto über einen Schalter in der Mittelkonsole gestartet wird?

Erster Stopp: Bournemouth

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens brauchte ich deutlich länger nach Bournemouth als gedacht. Nach circa 3,5 Stunden Fahrzeit kam ich jedoch am Hotel an und ergatterte dort einen der letzten Parkplätze. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es direkt auf Erkundungstour: Erst ins Stadtzentrum und dann zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie dem Bournemouth Big Wheel, dem Pavilion sowie den Central, Upper und Lower Gardens. In der Abenddämmerung schlenderte ich dann an der Promenade entlang zur Bournemouth Pier, wo ich einige tolle Bilder machen konnte.

Isle of Wight

Spontan entschied ich mich, am nächsten Tag die Isle of Wight zu besichtigen. Die Ticketpreise für die Fähre waren sehr teuer, so dass ich länger mit mir haderte. Letztlich buchte ich aber doch. Am nächsten Morgen ging es direkt nach Lymington. Von dort nahm ich die Fähre nach Yarmouth. Da ich nur Zeit für einen Tagesausflug hatte, konnte ich leider nur den Norden der Insel besichtigen.

Mein erster Stopp war «The Needles»: eine Gruppe von drei Kreidefelsen an der Westküste, an deren Ende sich ein Leuchtturm befindet. Die Felsen waren einst Teil der Insel, wurden durch Erosion jedoch ins Meer hineingetragen. Inzwischen hat sich hier eine Art Jahrmarkt entwickelt. Neben kleinen Läden, wo man lokale Glasgefässe, handgemachte Bonbons usw. kaufen kann, gibt es verschiedene Fahrgeschäfte und Imbisse.

Danach ging es einige Kilometer weiter die Küste runter: zuerst nach Freshwater und dann weiter zur Compton Bay, einem der schönsten Strände der Insel. Nachdem ich einige Fotos gemacht hatte, entspannte ich am Strand und ging Schwimmen. Abends ging es zurück auf die Fähre und nach Bournemouth, wo ich den nächsten Tag mit einem Stadtbummel und Chillen am Strand verbrachte.

Tipp: Aufgrund der hohen Kosten für die Überfahrt, die bei circa GBP 100 liegen, empfiehlt sich eine Übernachtung auf der Insel. Die Tickets sollte man zudem online und direkt über den Fähranbieter buchen. Sonst sind sie noch teurer.

New Forest Nationalpark

Nach einem entspannten Tag in Bournemouth ging es mit dem MINI weiter zum New Forrest Nationalpark. Zuerst nach Lyndhurst und dann nach Beaulieu. Unterwegs machte ich mehrfach halt, um die freilaufenden Pferde und die Landschaft zu fotografieren. Lyndhurst ist ein kleiner Ort mit gemütlichen Cafés und dem New Forest Heritage Center. Nach einem Bummel durch den Ort, gönnte ich mir noch einen Cream Tea und super leckere Scones.

Nächster Stopp war Beaulieu, wo ich das National Motor Museum, das Palace House und Beaulieu Abbey besichtigte. Alle drei Sehenswürdigkeiten sowie einige weitere sind Teil einer größeren Anlage. Der Eintritt kostet £24.75 vor Ort und £19.50 für Frühbucher. Für den Besuch hatte ich mich spontan aufgrund einer Empfehlung entschieden – und er war es auf jeden Fall wert. Ich hatte einen super schönen Tag auf dem Gelände, was auch an den netten und hilfreichen Mitarbeitern lag, die sich Zeit für ein längeres «Schwätzchen» nahmen. Besonders das National Motor Museum, hat mir gefallen. Hier werden über 250 Autos ausgestellt – darunter viele Old Timer, berühmte Autos aus Filmen und sogar einige Formel-1-Wagen.

Zweiter Stopp: Eype, South Dorset

Da ich viel mehr Zeit im New Forest Nationalpark verbracht hatte als geplant, machte ich mich erst am späten Nachmittag auf den Weg nach South Dorset, wo ich bereits die nächste Übernachtung gebucht hatte. Leider hatte ich in der Eile vergessen, dass berühmte «Durdle Door» ins Navi einzugeben, so dass ich doch glatt daran vorbeigefahren bin. Dafür kam ich dann früh genug am nächsten Hotel in Eype an, um auf der Terrasse entspannt zu Abend zu essen und einen Spaziergang zum Strand zu machen, wo ich den Sonnenuntergang genoss.

Am nächsten Morgen ging ich direkt zum Eype Beach und dann entlang des South West Coast Path zu Fuß nach West Bay und zurück. Die Küste in South Dorset hat mir besonders gut gefallen. Hier komme ich auf jeden Fall noch einmal her und bleibe dann etwas länger.

Das Hotel «Eype’s Mouth Country Hotel» kann ich ebenfalls empfehlen, auch wenn die Straße dorthin nichts für schwache Nerven ist (sehr, sehr eng). Das Zimmer war gut, das Personal sehr freundlich, das Essen überdurchschnittlich und der Ausblick von der Terrasse aufs Meer ein Traum. Nach einem späten Lunch auf besagter Terrasse ging es weiter nach South Devon, wo ich mir für eine Woche ein Cottage direkt am Strand gebucht hatte.

Dritter Stopp: South Devon

Aus Erfahrung weiss ich, dass Roadtrips recht anstrengend sein können. Daher war es mir diesmal wichtig, nicht jeden Tag woanders zu übernachten und auch mal eine längere Pause einzulegen. Ich entschied mich für nur sechs Zwischenstopps und unternahm von diesen aus, Ausflüge in die Umgebung. Für meinen längsten Zwischenstopp von immerhin einer Woche, entschied ich mich für South Devon. Grund dafür war die Lage: nahe Cornwall, dem Dartmoor Nationalpark und der «Englischen Riviera».

Statt eines Hotels hatte ich mir über Airbnb ein Cottage direkt am Bovisand Beach nahe Plymouth gebucht. Die Anfahrt über eine super schmale Straße und auch die Schlüsselübergabe klappte zum Glück problemlos und vom Cottage war ich total begeistert. Es war modern eingerichtet mit einem großen Wohnzimmer, einer Küche mit allen Annehmlichkeiten, einem Bad mit Dusche und einem geräumigen Schlafzimmer. Neben dem Cottage befand sich eine abgegrenzte Terrasse mit Tisch und Sonnenliegen und vor dem Haus eine zweite Terrasse, von der man einen atemberaubenden Blick aufs Meer hatte. Ich fühlte mich hier gleich pudelwohl und wollte am Schluss gar nicht mehr abreisen.

Plymouth

Einige Tage verbrachte ich im Cottage, las Bücher und genoss den atemberaubenden Blick aufs Meer. Aufgrund der großen Fenster hatte ich sogar vom Sofa aus einen tollen Ausblick. An mehreren Tagen unternahm ich jedoch Ausflüge. Von meinem Tagesausflug nach Plymouth war ich jedoch etwas enttäuscht. Die Broschüre, die ich gefunden hatte, klang so verheissungsvoll und Plymouth ist immerhin für seine Geschichte bekannt. Von hier sind die ersten Pilger mit der Mayflower Richtung Amerika aufgebrochen. Das heutige Plymouth empfand ich eher als heruntergekommen. Nur der historische Bezirk Barbican hat mir gefallen.

Cornwall

Deutlich interessanter war mein Tagesausflug nach Cornwall. Ziel war die Polperro Heritage Coast und der Ort Fowey. Die Küste von Cornwall ist wirklich atemberaubend schön und auch Fowey mit seinen schmalen Straßen und quirligen Läden war sehenswert. Ich verbrachte hier mehrere Stunden, gönnte mir in einem Restaurant an der Promenade Fish & Chips und erwarb einige tolle Mitbringsel. Da sich der Parkplatz oben auf dem Berg befindet und man nur mit Münzen zahlen kann, sollte man unbedingt Kleingeld dabeihaben. Sonst geht es euch wie mir und ihr dürft runter ins Dorf zum Geldwechseln laufen und dann wieder den Berg rauf! Im Anschluss machte ich noch einen kurzen Abstecher nach St. Austell. Für das Eden Project hat diesmal leider die Zeit gefehlt.

Dartmoor Nationalpark

Mein Highlight unter den Ausflügen war jedoch Dartmoor. Der Nationalpark hat mich stark an Schottland erinnert, wo ich das Jahr zuvor mit dem Wohnmobil unterwegs gewesen war. Ich liebe einfach diese raue Natur, wo man kilometerweit nur Hügel und freilaufende Tiere sieht. Nach einem kurzen Stopp, bei dem ich eine Stunde lang durch die Wiesen wanderte und freilaufender Pferde und Schafe beobachte, ging es weiter nach Princetown. Den Ort fand ich nicht wirklich interessant, daher machte ich mich schnell wieder auf den Weg entlang der «Two Bridges» nach Postbridge. Hier gibt es einen kleinen Bach mit einer hübschen Brücke, an dem man kurz verweilen kann.

Vierter Stopp: Bath

Nach einer Woche in South Devon nahm ich Abschied von meinem hübschen Cottage und machte mich wieder auf den Weg nach Nordosten. Auf dem Weg nach London wollte ich noch zwei Zwischenstopps einlegen: in Bath und in Windsor. Am Tag der Fahrt waren es über 30 Grad und leider nahm ich aufgrund des Navis an einer Stelle die falsche Abfahrt, so dass ich mehrere Stunden über die Landstraße statt via Autobahn fuhr. Dementsprechend war ich auch recht erschöpft als ich am Nachmittag endlich in Bath ankam.

Das Hotel zu finden dauerte eine Weile, da wie so oft keine Hausnummer angegeben war und die Straße mehrere Kilometer lang war. Glücklicherweise hatte ich mit dem Handy eine gute Internetverbindung und Google Maps, so dass ich rechts rangefahren bin und das Hotel auf der Karte finden konnte. Das Hotel «Tasburgh House» selbst war super schön und das Personal extrem freundlich und hilfsbereit. Mein Koffer wurde die Treppen hoch und runtergetragen, das Zimmer war sehr geräumig und liebevoll eingerichtet und das Frühstück war sehr lecker. Wenn ich mal wieder in der Gegend bin, komme ich auf jeden Fall wieder in dieses Hotel.

Bath fand ich super schön. Vom Hotel konnte ich am Kanal entlang ins Zentrum laufen. Dort schlenderte ich die High Street entlang und bummelte in den Läden. Zudem machte ich halt bei verschiedenen Sehenswürdigkeiten des einstigen römischen Bades: Pulteney Bridge, Abteikirche Bath, Thermae Bath Spa, The Circus, Royal Crescent, Royal Victoria Park und The Jane Austen Centre. Leider war meine Zeit in Bath begrenzt, so dass ich mich nach einem anstrengenden Tag und nach einem Abendessen in einem Thai-Restaurant erschöpft auf den Weg zurück zum Hotel machte und nach einem Bad direkt ins Bett ging.

Fünfter Stopp: Windsor

Gut erholt und nach einem leckeren Frühstück mit Pancakes ging es weiter nach Windsor. Vor der Fahrt hatte ich etwas Respekt, da ich mich wieder dem Ballungsraum London näherte. Trotz starkem Verkehr klappte aber alles problemlos, ich konnte frühzeitig ins neue Hotel einchecken und begab mich direkt auf Sightseeing-Tour. Obwohl ich über ein Jahr in London gelebt hatte, war ich noch nie in Windsor gewesen. Um so überraschter war ich, wie schön der Ort eigentlich ist.

Als erstes ging es natürlich zum Windsor Castle, wo ich mich gemeinsam mit hunderten anderen Touristen auf Entdeckungstour begab. Das Schloss zählt zu den schönsten, die ich besichtigt habe. Besonders interessant fand ich St George’s Chapel. Diese kannte ich bereits von den Aufnahmen zur Hochzeit von Harry und Megan. Plötzlich stand ich neben den Stühlen, wo während der Trauungszeremonie die königliche Familie sowie Stars wie George Clooney und Amal gesessen hatten. Das war für mich schon etwas Besonderes.

Danach bummelte ich durch den hübschen Ortskern und dann entlang der Themse. Nach einem Abendessen im Pub entspannte ich auf der Wiese des Long Walks und ließ den Abend langsam ausklingen.

Sechster Stopp: London

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg nach London Heathrow, um meinen liebgewonnenen MINI Cooper bei der Sixt-Autovermietung abzugeben. Die Fahrt und die Übergabe liefen glücklicherweise problemlos. Bis auf das übliche Problem, dass mal wieder keine Hausnummer angegeben war und ich eine Weile suchen durfte. Danach ging es mit der U-Bahn direkt nach Kensington, wo sich mein Hotel befand.

Da ich schon duzenden Male in London war und auch eine Zeitlang dort gelebt habe, verbrachte ich die nächsten Tage nicht mit Sightseeing, sondern genoss einfach die Atmosphäre der Stadt sowie die internationale Küche. Ich ging Indisch, Libanesisch, Französisch und Japanisch essen. Zudem schlenderte ich die Southbank entlang, durch Covent Garden und Seven Sisters und kaufte dabei noch einige Mitbringsel für zu Hause. Abends traf ich mich noch mit Freunden, die ich von früher kannte. Und nach vier Tagen in London, ging es auch schon wieder zurück nach Zürich.

So, dass war nun der Erfahrungsbericht meiner Rundreise durch Südengland. Ich hoffe, er hat euch gefallen. Hier noch mal die Route im Überblick:

 

  • Start: London Heathrow
  • 1. Stopp: Bournemouth (Ausflüge: Isle of Wight, New Forest Nationalpark)
  • 2. Stopp: South Dorset
  • 3. Stopp: South Devon (Ausflüge: Cornwall, Dartmoor, Plymouth, Englische Riviera)
  • 4. Stopp: Bath
  • 5. Stopp: Windsor
  • 6. Stopp: London

Banksy und der Hype um seine Werke

Banksy und der Hype um seine Werke

Wer ist eigentlich dieser Banksy? Das weiss keiner so genau, denn Banksy ist das Pseudonym eines Streetart-Künstlers aus Bristol, England. Durch seine Schablonengraffiti erlangte er zunächst in Bristol und London Bekanntheit. Sein Markenzeichen wurden dabei die Schablonen von Ratten. Inzwischen ist er weltweit tätig und bekannt. Dabei schafft er es weiterhin seine wahre Identität geheim zu halten.

Banksy sprüht auf der ganzen Welt seine Botschaften an Wände – sei es an die Hauswand eines Palazzos in Venedig oder an eine Mauer im Gazastreifen. Dabei schafft er es seine Botschaft bildlich voll auf den Punkt zu bringen. Seine Kunst ist gesellschaftskritisch und greift aktuelle Themen wie die Flüchtlingskrise, Umweltverschmutzung oder den Brexit auf. Hier einige seiner berühmtesten Werke.

1. Girl with balloon, Stuttgart

Die Zerstörung seines wohl berühmtesten Werkes «Girl with baloon» ging um die Welt. Das Bild wurde während einer Auktion bei Sotheby’s für 1,2 Millionen Euro verkauft. Kaum fiel der Hammer, wurde das Bild zum Entsetzen der Anwesenden grösstenteils geschreddert. Banksy wollte damit seine Kritik am Kunstmarkt ausdrücken wie er später auf Instagram mitteilte. Ironischerweise ist das Bild inzwischen sogar noch mehr wert und auch Banksy Berühmtheit steigt stetig. Aktuell wird das Werk in der Staatsgalerie in Stuttgart ausgestellt – unter seinem neuen Namen «Love is in the bin».

2. Steve Jobs als Migrant, Calais

2015 ging das Bild von Steve Jobs als Migrant um die Welt. In einer Hand hielt er einen Apple-Computer, in der anderen einen Müllsack mit seinen Habseligkeiten. Der Schauplatz des Bildes war eine Wand in dem Flüchtlingscamp bei Calais, Frankreich, das als «Dschungel» weltweit bekannt geworden war und das Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik symbolisierte. Das Bild war eine Anspielung auf den Migrationshintergrund von Steve Jobs, der als Sohn eines syrischen Einwanderers in Kalifornien zur Welt kam. Banksy erkläre dazu: «Wir werden oft dazu gebracht zu glauben, Migration belaste die Ressourcen des Landes, aber Steve Jobs war der Sohn eines syrischen Migranten.»

3. Free Zehra Doğan, New York

Ein weiteres Werk mit einem politischen Protest erschien 2018 in New York. Die rund 20 Meter breite Arbeit zeigt eine Strichliste, die stellvertretend für die Haftstrafe der türkisch-kurdischen Künstlerin Zehra Doğan steht und zugleich ein Gefängnisgitter darstellt. Dahinter ist der Kopf der Malerin zu sehen, die im März 2017 in der Türkei inhaftiert wurde. Auf Instagram schrieb Banksy dazu «Verurteilt zu drei Jahren Gefängnis für das Malen eines einzigen Bildes. #Freezehradogan»

4. Frohes Fest, Port Talbot

Nur wenige Tage vor Weihnachten ist 2018 in Wales ein weiteres Banksy-Werk entdeckt worden. Es zeigt einen kleinen Jungen mit einem Schlitten, der allem Anschein nach mit herausgestreckter Zunge Schneeflocken auffängt. Blickt man um die Ecke der Mauer zeigt sich jedoch, dass es sich hierbei um einen Ascheregen handelt, der aus einem Feuer aufsteigt. Das Graffiti ist ein Protest für die Umweltverschmutzung in Port Talbot. Die Stadt wurde 2018 als die mit der grössten Umweltverschmutzung in Großbritannien gekürt.

5. Bröckelnde Sterne, Dove

Seine Meinung zum Brexit hinterließ Banksy 2017 in Dover. Das Werk mit dem Titel «Bröckelnde Sterne» misst mehrere Meter und erstreckt sich über eine ganze Hauswand. Es zeigt einen Mann, der gerade dabei ist, mit Hammer und Meißel einen Stern aus der EU-Flagge zu entfernen. Das Bild befindet sich an einer Mauer am Hafen von Dover, der seit Jahren als Tor nach Großbritannien gilt.

6. Flüchtlingskind, Paris

Im Juni 2018 wurden gleich mehrere neue Graffiti des Streetart-Künstlers in Paris entdeckt. Eines davon befindet sich ganz in der Nähe eines Aufnahmezentrums für Flüchtlinge am nördlichen Stadtrand von Paris. Es zeigt eine kleines Flüchtlingsmädchen, dass ein Hakenkreuz mit einem rosafarbenen Muster übersprayt. Darunter befindet sich der Schlafplatz des Mädchens und ein Teddybär. Mit dem Bild kritisiert Banksy die Einwanderungspolitik Frankreichs.

Das sind nur einige der bekanntesten Werke von Banksy. Weitere findest du unter www.banksy.co.uk.

8 Harry Potter Drehorte in Großbritannien

8 Harry Potter Drehorte in Großbritannien

Bereits vor über 20 Jahren begann die einzigartige Erfolgsgeschichte von Harry Potter. In dem kleinen Café «The Elephant House» in der schottischen Hauptstadt Edinburgh grübelte J.K. Rowling über eine Geschichte voller Magie und schrieb ihren ersten Harry Potter Roman. Zu dem Zeitpunkt ahnte sie sicher nicht, dass Harry Potter nur einige Jahre später Jugendliche und Erwachsene auf der ganzen Welt verzaubern würde. Bist du auch ein Potterhead? Dann findest du hier acht Drehorte, bei denen du dich auf die Spuren des Zauberschülers begeben kannst.

1. Christ Church College Oxford

Es ist nicht verwunderlich, dass sich J.K Rowling bei der Zauberschule Hogwarts von englischen Universitäten hat inspirieren lassen. Vor allem in Oxford befinden sich viele Drehorte aus Harry Potter, so etwa das Christ Church College, das für zahlreiche Innenaufnahmen der ersten beiden Filme genutzt wurde. Die Große Halle des Colleges diente als Inspiration für die in Hogwarts, aber auch viele andere Ecken wirst du bei einem Spaziergang über das Universitätsgelände wiedererkennen.

Anreise: Oxford ist bequem per Zug zu erreichen. Das Christ Church College liegt nur 1,5 km vom Bahnhof entfernt. Mit dem Auto erreicht man Oxford von London über die M25. Die Parkmöglichkeiten rund um das College sind jedoch eingeschränkt.

Preis: £3

2. Alnwick Castle

Alnwick Castle ist nach Schloss Windsor die zweitgrößte bewohnte Burg des Landes. Mehr als 700 Jahre lang wurde sie von den Dukes of Northumberland bewohnt. Die Burg garantiert echtes Hogwarts-Feeling, denn zahlreiche Außenaufnahmen wurden hier gedreht. So etwa die Bruchlandung des fliegenden Ford Anglia im zweiten Film sowie Harry Potters erste Flugstunde, durch die sein Talent als Quidditch-Sucher entdeckt wurde.

Anreise: Die Zugverbindung der East Coast Main Line zwischen London und Edinburgh hält in Alnmouth, das etwa sechs Kilometer entfernt von Alnwick liegt. Die Burg ist vom Bahnhof mit dem Taxi oder dem Bus (Linie X18) zu erreichen. Mit dem Auto erreicht man Alnwick Castle über die A1.

Preis:
Burg: Erwachsene £14,00; Kinder (5-16 Jahre) £7,20
Garten: Erwachsene £11,50; Kinder (5-16 Jahre) £4,18
Schloss und Burg: Erwachsene £23,85; Kinder (5-16 Jahre) £9,88

3. Glenfinnan Viadukt

Das Glenfinnan-Viadukt ist ein Eisenbahnviadukt, das sich auf der Strecke West Highland Line befindet. Aufgrund seiner malerischen Lage inmitten der schottischen Highlands ist das Viadukt Teil vieler Filmszenen. Wirklich berühmt wurde es aber erst durch die Harry Potter Filme, denn der Hogwarts-Express überquert die Brücke auf seiner Fahrt zur Zauberschule. Inzwischen pilgern tägliche hunderte Touristen zum Viadukt und es gibt sogar einen Souvenirladen vor Ort.

Anreise: Zwischen Fort William und Glenfinnan verkehren tägliche Züge. Der Zug fährt vor dem Halt in Glenfinnan über das Glenfinnan Viadukt. Mit dem Auto ist das Glenfinnan Viadukt von Fort William über die A830 zu erreichen.

4. Leadenhall Market

An Harrys 11. Geburtstag eröffnet sich für ihn eine Welt der Magie als er zum ersten Mal die Winkelgasse betritt – die Shoppingmeile der Zauberer. Mit seinen kunstvoll bemalten Dächern im viktorianischen Stil war der Leadenhall Market in London dafür die perfekte Kulisse. Hier befindet sich auch der Eingang zum «Tropfenden Kessel», in dessen Hinterhof sich das Tor zur Winkelgasse befindet.

5. Bahnhof King’s Cross – Gleis 9 ¾

Kein Potterhead, der ihn nicht kennt: den Bahnhof King’s Cross in London. Von hier aus startet der Hogwarts Express seine Reise zur berühmten Zauberschule. Die Fahrt ist allerdings nur Zauberschülern vorbehalten, denn der Gleis 9 ¾ liegt zwischen den Gleisen 9 und 10 und ist für Muggle nicht zugänglich. Für echte Fans gibt es im Bahnhof jedoch einen Zugang zum Gleis 9 ¾ mitsamt halbem Gepäckwagen, der in der Säule verschwindet. Für die Aussenaufnahmen wurde übrigens ein anderer Bahnhof genutzt. Der Bahnhof St. Pancras liegt gleichen nebenan und war für Filmaufnahmen geeigneter.

Anreise: U-Bahn-Station King’s Cross St. Pancras.

Preis: Kostenlos

6. Australia House

Wenn Ihr nach der imposanten Zauberbank Gringrotts sucht, dann schaut doch mal in der australischen Botschaft in London vorbei. Das Australia House diente augrund seiner Marmorfassade und der hohen Decken als Kulisse für die Bank, in der die fleißig arbeitenden Kobolde das Gold der Zauberer verwalten. Leider kann man das Gebäude nur von außen besichtigen.

Anreise: 5 Minuten zu Fuß von der U-Bahn-Station Temple

7. Durham Cathedral

Die Durham Kathedrale, die seit 1986 Teil des Weltkulturerbes ist, wurde für verschieden Außen- und Innenaufnahmen von Hogwarts genutzt. Vor allem die Gänge der Kathedrale werden euch bekannt vorkommen. Daher verwundert es nicht, dass sich unter die Besucher der ein oder andere Harry Potter Fan mischt. Auch häufig besucht werden die Kreuzgänge der prunkvollen Gloucester Cathedral, die ebenfalls als Kulisse genutzt wurden.

Anreise: Ein Bus verkehrt in regelmäßigen Abständen zwischen dem Bus- und Zugbahnhof sowie der Kathedrale. Mit dem Auto erreicht man die Durham Cathedral über die A1(M) und die A167. An der Kathedrale selbst gibt es keine Parkmöglichkeiten, dafür aber einen Park & Ride Service.

Preis:
Tour: £5,00 pro Person
Eintritt zum Turm: Erwachsene £5,00, Kinder (unter 16) £2,50.
Zudem gibt es Bereiche, die kostenlos betreten werden können.

8. Glen Coe

Das Tal Glen Coe in den schottischen Highlands gilt als das schönste in ganz Schottland und wurde für verschieden Szenen der Harry Potter Filme genutzt. Hier befindet sich unter anderem Hagrids Hütte sowie die Brücke, die zum Eingang von Hogwarts führt. Auch für diverse Quidditch-Spiele diente Clen Coe als Kulisse.

Anreise: Der nächste Bahnhof ist Glenfinnan und täglich verkehren Züge nach Fort William. Mit dem Auto erreicht man Glen Coe von Glasgow aus über die A82.

Preis: Kostenlos

Warner Bros Studio Tour

Als wahrer Harry Potter Fan sollte man sich einen Besuch der Warner Bros Studios natürlich nicht entgehen lassen. Auch wenn der Eintrittspreis nicht gerade günstig ist, lohnt sich der Blick auf die spektakulären Kulissen. Hier kannst du gemütlich durch die Winkelgasse schlendern, einen Abstecher zum Zaubereiministerium machen oder das Büro von Professor Dumbledore betrachten. Zudem gibt es unzählige Originalkostüme, Requisiten und magische Wesen zu bestaunen.

Anreise: Der Bahnhof Watford Junction ist von London Euston in 20 Minuten zu erreichen. Vom Bahnhof gibt es einen Shuttle Service zu dem Studio. Der Bus braucht 15 Minuten und kostet £2,00 hin und zurück. Mit dem Auto erreicht man die Studios von London aus über die M1 (Ausfahrt 5) und die A4. Vor Ort sind kostenlose Parkmöglichkeiten vorhanden.

Preis für Tour von London:
Erwachsene: £50,00
Kinder (5-15 Jahre): £45,00
Kleinkinder (3-4 Jahre): £20,00

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